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Zwönitz - Aussichtsturm – Fuchsbrunnbrücke – Moosheide – Zwönitz

mit einer Streckelänge von 15,6 km

 

Vom Markt aus wandern wir zuerst der Lößnitzer- später der Thomas-Mützer- Straße im Ortsteil Kühnhaide hinauf. An dem schönen Fachwerkhaus des Holzbildhauers Frank Salzer vorbei, gelangen wir an eine Kreuzung, an der wir geradeaus weiter gehen. Bald lassen wir die Gartenanlage "Waldfrieden" hinter uns und sehen schon den neuen Aussichtsturm "Zwönitzblick". An seiner Seite hat die stolze Wetterbirke ihren Platz.


"Zwönitzblick"

 

Der am 12.Mai 2001 eingeweihte, 8 m hohe Aussichtsturm befindet sich 645 m über nN. Er macht seinem Namen alle Ehre, denn bei klarem Wetter kann nicht nur ganz Zwönitz überblicken, sondern auch des Heizwerk von Chemnitz und die Halden von Ronneburg sehen. Der Turm, der mit grünen Feldern umsäumt am Waldrand seinen Platz fand, wurde aus heimischen Hölzern gefertigt und bietet Wanderern eine gute Rastmöglichkeit.


Ein paar Meter weiter hinter dem Aussichtsturm zeigt uns ein erster Wegweiser den Weg zum Rundteil, dem wir zunächst folgen. Ein zweiter Wegweiser führt uns zu der nicht weit im Wald gelegenen Fuchsbrunnbrücke, dem nächsten Wanderziel.

Fuchsbrunnbrücke

Dieses Monument aus dem Jahre 1899 wurde in den 50er Jahren schrittweise demontiert. Die alte Eisenbahnbrücke steht mit ihren 63,1 m Länge und 16,7 m Höhe auf zwei gewaltigen Pfeilern, die bis in die heutige Zeit erhalten geblieben sind.
Sie befindet sich an der alten Scheibenberger Bahnlinie inmitten von Nadelwald.


Um Gefahren zu bannen steigen Sie am besten den Hang hinab und auf der anderen Seite wieder auf. Weiter geht’s bis zum Rundteil. Von hier aus zweigen viele andere Wege ab.
Wir wandern in Richtung Moosheide, wo ein typisch erzgebirgisches Gasthaus zum Verweilen einlädt. Dann biegen wir rechts in den Wald hinein auf den Dreienweg und wenig später auf den Zwölflehenweg, einen kleinen Waldweg ein. Nach ein paar Kilometern erreichen wir den Breiterweg und nähern uns dem Ziegenberg mit dem Denkmal, dem „Reiter ohne Kopf“ und dem „Armesünderbrunnen".

Denkmal

Vom Erzgebirgszweigverein Zwönitz erging im April 1895 die Idee einen Gedenkstein anlässlich des 25 -jährigen Jubiläums der Reichsgründung und in Gedenken an den ehemaligen Reichskanzler und Lenker der deutschen Politik, Fürst Bismarck, errichten zu lassen. Der Granitobelisk wurde mit den metallenen Abbildern von:

Kaiser Wilhelm I

König Albert von Sachsen,

Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck

und Generalfeldmarschall Helmuth Graf von Moltke

geschmückt.

 

Reiter ohne Kopf

Diese Holzfigur wurde von Dieter Huch geschaffen und erzählt von dieser Sage: "Ein Müller in Zwönitz hatte eine Tochter, die mit dem Grünhainer Förster verlobt war und einen Sohn, von dem er sich losgesagt hatte. Eines Tages tanzte die Tochter mit ihrem Bruder in einer Schenke, als ihr Bräutigam kam. Rasend vor Eifersucht lockte er sie auf den Ziegenberg, erstach sie und erfuhr von der Sterbenden wer der Unbekannte war. Er wurde in Grünhain geköpft und erscheint zuweilen um Mitternacht auf dem Ziegenberg, der Richtstätte seiner Verlobten."


 

Armesünderbrunnen

An der Flurgrenze zu Kühnhaide stand schon zu Zeiten, da Zwönitz noch zum Amt Grünhain gehörte, die alte Richtstätte, der Galgen. Nicht weit vom kopflosen Reiters auf dem Ziegenberg befindet sich der "Armesünderbrunnen". Der Überlieferung nach nahmen die zum Tode verurteilten hier ihren letzen Trunk. Die Reste des Brunnens wurden im Zuge der Melioration um 1960 entfernt. Wieder aufgebaut wurde die heimatkundlich wertvolle Anlage im Rahmen einer ABM im Jahre 1995.

Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick über Zwönitz. Wenn man hinter dem Ziegenberg entlang wandert und dann nach links auf das Feld einbiegt, kommt man an dem Reppel-Stein vorbei, der mitten auf eben diesem Feld steht.

Reppel-Stein

Ein durch ein Verwandtschafts-Erbe ausgelöster zwei Jahre andauernder Streit um die sogenannte "Reppel-Steinruhte" (Ruthe = Feldstreifen) konnte am 2. Juli 1734 beigelegt werden. Der Frieden wurde durch ein Vermächtnis besiegelt, in dem es heißt "solange nur ein Erbe vom Müller lebt, darf das Feld nicht verkauft werden und der Pächter hat dafür ein Legat". Zum Gedenken daran ließ der Zwönitzer Weißgerber Johann Heinrich Reppel einen Denk- oder Rainstein errichten.

Wir wandern zurück zum Markt. Wer hungrig ist, kann im Hotel Roß ein kräftiges Mahl einnehmen.