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Zwönitz Markt – Streitwald – Brettmühle – Zwönitz

mit einer Streckenlänge von 12 km

 

Unser Weg führt vom Markt in Richtung Bahnhof. Nach dem Bahnübergang biegen wir rechts ab und befinden uns auf der Strecke, die früher der Zug in Richtung Stollberg gefahren ist. Unsere Route führt uns vorbei am „Richter-Büschel“, das sich an einen idyllischen Angelteich anschließt. Von hier aus haben wir eine herrliche Aussicht über Zwönitz und den Geyerschen Wald.

Wir geben weiter geradeaus, bis wir auf eine Kreuzung treffen, die wir überqueren. Hier lädt eine Schutzhütte zur Rast ein. Wir folgen dem Weg bis zu einem Bienenhaus und links die Gebäude des „Bad Guter Brunnen“ zu sehen sind. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die „Sankt Annenkapelle“. Ein kleiner Weg in linker Richtung führt uns nach einigen Metern auf dieses historisch wertvolle Gelände.


Bad Guter Brunnen
Seit 1850 ist das die Bezeichnung des Flurstückes. Zu ihm gehören fünf historische Heilquellen, die nacheinander ab 1489 entdeckt wurden: St. Annenbrunnen, Krätz-, Guter-, Augen- und 1818 der Neubrunnen. Wegen der Heilerfolge war der "Gute Brunnen" in seiner Zeit weit bekannt. Um 1820 wurden erste Gebäude für den Bade- und Gaststättenbetrieb errichtet.

Nach einem Brand dienten die Quellen zur Limonadenherstellung und als Erholungsort mit dem Namen "Bad Guter Brunnen". Nach Jahren des Stillstands haben heute die Rekonstruktionsarbeiten begonnen.

St. Annenkapelle
Im Jahre 1613 berichtet der Leibarzt des Bischofs zu Bamberg, das nach der Erzählung des Peter Richter aus Zwönitz an der Quelle früher eine Kapelle zu Ehren der Heiligen Anna errichtet gewesen wäre, die aber aufgrund eines Unwetters um 1550 eingestürzt sei. Der Bamberger habe noch die Grundmauern und viele Dachziegel davon gesehen. Chronisten berichten weiter, dass in vorreformatorischer Zeit tausende Wallfahrer den Brunnen besucht haben.
Die St. Annenkapelle wurde um 1997/98 rekonstruiert und der katholischen Kirchengemeinde übereignet. Am 26. Juli ist der St. Annentag.

Um zu unserem nächsten Ziel zu gelangen, müssen wir wieder zum Bienenhäuschen zurück. Wir gehen weiter geradeaus den Hügel hinab durch eine romantische Fichtenschonung, überqueren den Wernsbach über einen Knüppelsteg und folgen dem Wegweiser nach Streitwald. Wir kommen an einer Abzweigung vorbei. Links führt ein Weg nach Affalter, wir gehen am Waldrand entlang geradeaus weiter.

In dieser Richtung befinden sich zwei mit Wasser gefüllte Schieferlöcher, die kleine Biotope bilden. Vor uns sehen wir den Ortsteil Streitwald, wir aber wenden uns rechts dem nahegelegenem Wald zu. Nach ca. 1,5 km vereint sich unser Wanderweg mit dem Brünloser Weg zum Forstwiesenweg. In unmittelbarer Nähe wurde der seit 1911 verschwundene Grenzstein wiederentdeckt.


Dreilagenstein im Streitwald
Er wird auch Friedensstein genannt. Aber eigentlich sind es drei Steine: einer mit schönburgischem Wappen, einer mit schönbergischem Wappen und einer mit St. Nikolaus als Klosterheiligen von Grünhain. Hier trafen sich die drei Herren der Besitztümer und legten den Streit um den schönen mit Wild und Holz bestandenen Forst bei. An dieser Stelle wurde ein großer Grenzstein errichtet, der Wunderkräfte besitzen soll.


Dem Forstwiesenweg folgen wir bis zum idyllischen Großen Teich. Einige 100 m weiter lädt das „Jägerhaus“ (Brettmühle) mit seiner gemütlichen Gaststube zur Einkehr ein. Hier ist die 1583 gepflanzte Luther-Linde zu finden.

Luther-Linde

Vor der Brettmühle steht die "Luther-Linde". Dieser unter Naturschutz stehende Baum ist ca. 29 m hoch, hat einen Umfang von 7 m und einen Durchmesser der Krone von 25 m.
Er wurde 1583 aus Anlass des 100. Geburtstages von Martin Luther gepflanzt.

Wir gehen die Straße bergauf bis zur Schutzhütte und folgen wieder der Stollberger Bahn. Nach wenigen Minuten sehen wir die ersten Häuser von Zwönitz.