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Zwönitzer Geschichtsdaten

 

    Diese Aufnahme muss vor 1920 entstanden sein, denn im Rathaus befand sich noch der alte Ratskeller, der 1919 geschlossen wurde. Rathausstraße zum Markt. Links ist heute die Tischlerei Mäß.    

 

um 960



nach alten Chroniken siedeln Sorbenwenden auf unserer Flur. Der slawische Name des Baches (Zvonica= klingender Bach) gibt unserer Stadt den Namen.

um 1160


Beginn der deutschen Besiedlung des 8 Bauerngüter umfassenden Ortes. Die Mehrzahl der Siedler stammt aus Franken.

um 1252



Der Straßenstreit des Grünhainer Abtes mit Herrschaft Stollberg ist für Historiker ein Beweis der Zugehörigkeit von Zwönitz zum Zisterzienserkloster Grünhain (gegr. 1233 ab 1536 Amt) 

um 1240

Bau der ersten Zwönitzer Kirche vermutet

1320

in der Urkunde des Bistums Naumburg wird die Schreibweise "Zwenics" bezüglich der Kirche erstmals überliefert. Vermutlicher Beginn des Bergbaus.

1429

Zwönitz wird durch den Einfall der Hussiten aus Böhmen
niedergebrannt
 
um 1450



Der Zwönitzer Bergbau (Schwerpunkt Eisenerz) erlebt eine Neuauflage. Zwönitz erhält deswegen kurfürstliche Privilegien und wird im 16. Jahrhundert als Bergstädtlein bezeichnet.
um 1460




Im Terminierbuch der Zwickauer Franziskaner Mönche wird Zwönitz als "in foro" (Forum= Markt) erwähnt. Das Stadtrecht ist weitaus älter, was die Ersterwähnung des Dorfes Zwönitz (Niederzwönitz) im Jahre 1447 belegt.

1475




Der Abt Johannes Funke des Zisterzienserklosters Grünhain verleiht Zwönitz Siegel und Wappen (Sigillum Opdi Zcvenicz). Die Bezeichnung Opdi (oppidum) verrät: Stadt ohne Mauer. Das Wappen zeigt einen Sittich auf dem Dreiberg.

1515

Das für Günsdorf zuständige Gerichtsbuch der Stadt Zwönitz erwähnt erstmalig den Namen dieses Dorfes.

1525

Aufständische Bauern zustören die Stadt durch Brandschatzung

1529



Reformation in Zwönitz da es kurfürstlich/ernestinisch war,
Da Niederzwönitz herzoglich/albertinisch war, erfolgte dort erst 1539 die Reformation

1537

Wird das Gasthaus "Roß" an der Böhmischen Salzstraße erbaut.

1540


Matern Greff gründet auf der Wüstung eines 
Hammerwerkes eine Papiermühle

1542

wird die erste Mühle im Ort Dorfchemnitz erbaut.

1545

Zwönitz erhält das Marktrecht

1568

Papiermühle Niederzwönitz erstmalig erwähnt

1572



Die Schuhmacherinnung wird bestätigt. 1610 gab es 15 Meister, 
1771 zählte man 56 und 1846 gar 84 Meister. 
Man Spricht von einer Schuhmacherstadt

1585



wird "Pfüllers Mühlchen" -spätere Knochenstampfe- in Dorfchemnitz errichtet.
1606

Klöppeln als Broterwerb erstmalig erwähnt

1632


Für Zwönitz beginnt eine schwere Zeit: Die Stadt leidet im Dreißigjährigem Krieg unter Gefechten, Plünderungen und Brandschatzungen. - Der Rechtsgelehrte Samuel von Pufendorf wird im Pfarrhaus Dorfchemnitz geboren. Die dortige Grundschule trägt seinen Namen.

1687

Großer Stadtbrand mit Vernichtung der St.-Trinitatis-Kirche, des Rathauses und der inneren Stadt. Zwönitz erhält einen vereidigten Nachtwächter.

1727

Aufstellen der Zürnerschen Postmeilensäule auf dem Markt

1737

Erste Webermeister im Ort nachgewiesen

1779

Stadtbrand in Niederzwönitz, St. Johanniskirche brennt ab

    Am Markt befindet sich der Gasthof, später Hotel "Zum Roß". Diese Ansicht um 1930 zeigt das Roß vor seinem Umbau. In diesem Gebäude befand sich von 1866 an die Zwönitzer Schule. Heute sind es die Räume der Bibliothek.    
1795


ist mit der Wollspinnerei Austel die erste Manufraktur in Betrieb; Beginn der späteren Textilindustrie

1841


Der erste Zwönitzer Industriebetrieb wird gegründet (Emaillierwerk
C.A.Schwotzer), er exportiert bis Amerika

1875

Eröffnung der Bahnlinie Chemnitz-Aue

1878

Neues Rathaus wird gebaut

1885



läßt Alexander Austel, Besitzer der Textilmanufraktur, eine Villa im Neorenaissancestill erbauen, die seit 1995 gastronomisch und als Museum für die Raritätensammlung von Brunno Gebhardt genutzt wird.
1889



Die Industrialisierung des Ortes erhält einen großen Schub durch die
Gründung der Schuhfabrik A. Trommler
(später größte Kinderschuhfabrik im Deutschen Reich)

1898

Zwönitz erhält eine Wasserleitung mit Hochbehälter

1901

Gaswerk gebaut

1910

Zwönitz kommt zur Amtshauptmannschaft Stollberg

1934


Niederzwönitz (Besiedlung um 1200, Ersterwähnung 1447)wird eingemeindet

1944


Mit der Verlagerung eines SIEMENS-Werkes aus Berlin kommt die
Elektroindustrie nach Zwönitz

1945


Am 20.4. Bombenangriff, Tote, Verletzte, zerstörte Häuser und
Fabriken

ab 1946

Enteignung vieler Betriebe (Koch, Trommler, Siemens u.a.)

1952


Am 1.2. wird Lenkersdorf eingemeindet, (Besiedlung um 1200, Ersterwähnung 1447) Zwönitz kommt zum Kreis Aue

1954


Jahrhunderthochwasser mit großen Schäden in Niederzwönitz und Dorfchemnitz.
1961


1.10. Kühnhaide wird eingemeindet (Besiedlung um 1200, Ersterwähnung 1460)

1967


Weihe des Brünloser Freibades, seit 1996 Erlebnisfreibad
1970

Der VEB Messgerätewerk Zwönitz , hervorgegangen 1944 aus Siemens & Halske, wird Kombinat und größter Betrieb des Kreises Aue
1978

wird in Niederzwönitz die 2000er Milchviehanlage eingeweiht.
1980

Die Rekonstruktion der St. Trinitatiskirche beginnt

1989

Demonstrationen leiten auch in Zwönitz die Wende ein

1992

Erschließung des Gewerbegebietes I an der Albin-Trommler-Straße

1994

Zwönitz kehrt zum Kreis Stolberg zurück. Die Stadt feiert 450 Jahre Marktrecht.

1997

Beginn der Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet II Am Windberg. Zwönitz vereidigt neue Nachtwächter.

1998


Eingemeindung von Dorfchemnitz (Besiedlung 1200 durch die Herrschaft Stollberg); Zwönitz erhält den Titel "Pferdefreundliche Gemeinde der Bundesrepublik".
1999


Eingemeindung von Günsdorf und Brünlos (Besiedlung um 1250 durch die Herrschaft Stollberg). Der neu gestaltete Kirchvorplatz in Dorfchemnitz wird übergeben.
2001



Die neue Ortsumgehung (Staatsstraße 258) wird dem Verkehr übergeben. Einweihung des Dorfzentrums mit Feuerwehrdepot in Günsdorf.
2002

Das Jahrhunderthochwasser richtet in Zwönitz und seinen Ortsteilen große Schäden an.

2003

Brünlos erhält ein neues Dorfzentrum.
2004

Die rekonstruierte Sporthalle Niederzwönitz mit Anbau wird übergeben.

Zwönitzer Geschichtstafel im PDF Format.
    Das Amtsgericht von Zwönitz wurde 1906 erbaut. Nach 1945 war es die Karl-Marx-OS und heute ist es die K.-Peters Mittelschule. Im Jahre 1875 wurde die Eisenbahnstrecke Chemnitz-Aue-Adorf eröffnet. Zwönitz hatte also Bahnanschluss. Hier sieht man den bis heute betriebenen Bahnhof.