| Die Ursprünge der St. Johanniskirche (nach Johannes dem Täufer) liegen ebenso im Dunkeln wie die aller übrigen Kirchen. | |
| Eine erste Vorstellung vom Aussehen der Kirche während des Dreißigjährigen Krieges vermittelt eine Federzeichnung von Dilich. Dilich galt als detailgetreuer Zeichner, sodass die genannte Darstellung mit 3 Dachreitern und hohen gotischen Fenstern zuverlässig ist. Seit 1594 befand sich am mittleren Dachreiter eine Uhr. 1672 erfolgte eine Innenrenovierung, 1716 erneuerte man Dach und Turm. Der Brand vom 21. April 1779 äscherte auch die Kirche ein. Der Grundstein für den Neubau wurde am 2. Mai 1789 gelegt, die Weihe erfolgte 1793. Damals konnte noch kein Turmbau bewerkstelligt werden, da die finanziellen Mittel aufgebraucht waren. | ![]() |
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Die Baukosten beliefen sich bis zu diesem Zeitpunkt auf 5361 Reichstaler. Erst eine ausgedehnte "Pfennigsammlung" 1819 bis 1821 ermöglichte dieses Vorhaben. Im Juli 1821 wurde der Turm fertiggestellt. Bereits 1802 war die alte Kirchuhr wieder in den unvollendeten Turm gehängt worden. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts urteilte des Handbuch der Topographie Sachsens: "das Kirchgebäude gehört unter die ausgezeichnetsten auf dem Lande". |
| Bei der Innenausstattung ist zunächst die Orgel von 1672 zu nennen. Sie fiel ebenfalls dem verheerenden Brand von 1779 zum Opfer und wurde 1796 durch eine von Meister Holland erbaute Orgel ersetzt. Heute ist eine Schmeisser-Orgel in Betrieb. Ebenfalls aus der Zeit des Wiederaufbaues stammt der Kanzelaltar, der aus Crottendorfer Marmor angefertigt wurde. | ![]() |
| Eine Luftheizung erhielt die Kirche 1891, elektrische Beleuchtung 1910. Im Jahre 1929 erfolgte eine erneute Innenrenovierung, bei der auch die wesentlich einfacher und schlichter als die Trinitatiskirche, was ihre würdevolle Gestalt jedoch keinen Abbruch tut. Seit 1883 besitzt die Kirche ein schönes vierstimmiges Geläut, seit 1912 eine neue Turmuhr. Die Kirchenbücher gehen zurück bis zum Jahr 1712. Gegenwärtig zählt die Kirchgemeinde St. Johannis ungefähr 1500 Mitglieder. Zur Pfarrei Niederzwönitz gehörte von jeher die St. Blasiuskirche, in welcher früher jährlich dreimal (Sonntag nach Neujahr, Quasimodogeniti, Trinitatis) Gottesdienst und Abendmahl gehalten wurden. | |
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Kirche St. Johannis mit Kirche St. Blasius Niederzwönitzer Str.104 Pfarramt 037754/2462 regelmäßige Gottesdienste So. Gottesdienst 9.30 Uhr Link: Partnergemeinde Lunestedt/Beverstedt |
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