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1961 - Kühnhaide
Das Siegel von Kühnhaide zeigt eine Kiefer in den einzelnen Entwicklungsstadien. Daraus wird geschlossen, dass dieses Siegel den Reichtum an Kiefern darstellen soll. Man ist deshalb der Meinung, dass der Ortname "Kühnhaide" von "Kienhaide" bzw. "Kiefernhaide" (der Kien, der Kiefer) herrührt.

 

Das Waldhufendorf mit 770 Einwohnern erstreckt sich in einem Tal aufwärts, das von dem  Kühnhaider Bach durchflossenen wird in südwestlicher Richtung in einer Länge von ca. 2,5 km. Die Höhe über NN beträgt beim Gemeindeamt 548 m. Die Fläche umfasst 785 ha, davon 220 ha Wald. Kühnhaide hat seinen dörflichen Charakter mit vielen großen Bauerngütern behalten, es ist ein hervorragender Eigenheimstandort.
Seit dem 1. Oktober 1961 gehört Kühnhaide zu Zwönitz. Der Name stammt von "Kien"=Kiefer, also Kiefernhaide, das Dorf gehörte zum Kloster Grünhain. Das Bauerndorf mit Mühlen Ölmühlen hat noch einige fränkische Fachwerkhäuser wie die Anton-Mühle von 1693.
Torfstecherei und von alters her geringer Bergbau gehörten neben der Landwirtschaft zum Broterwerb der Einwohner. Später kam die Strumpfwirkerei dazu. Im 20. Jahrhundert bildete sich die Holzverarbeitung (Möbel-Walther, Kisten-Walther) heraus, dazu wurde 1928 ein Umspannwerk gebaut, das ständig erweitert wird.
Kühnhaide hat drei Gasthöfe mit Pension und einen Reiterhof mit moderner Reithalle. Die Reitanlage, wo alljährlich der Obererzgebirgische Pferdetag abgehalten wird und das Kleintier-Ausstellungszentrum haben den Ortsteil weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht.
Die am Waldrand gelegene Kleingartenanlage "Waldfrieden" gehört ebenso zu den Wanderzielen wie die Fuchsbrunnbrücke an der alten Scheibenberger Bahn oder das Gasthaus "Mooshaide".