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Austelpark

Schon vor dem Bau der Austelvilla soll der Park gestaltet worden sein. 1848 wird der Donatsbusch erwähnt, was darauf hindeutet, dass hier Gehölze gestanden haben. Der heute reich strukturierte Gehölzbestand des Austelparks gehört aufgrund des Vorhandenseins von vielen alten Bäumen mit Höhlen und Todholz zu den artenreichsten und ökologisch wertvollsten von Zwönitz und seiner Umgebung. Der Park wurde 1977 unter Naturschutz gestellt und man rekonstruierte ihn im ursprünglichen Englischen Stil. Man legte Wege an, stellte Bänke auf, errichtete eine Grotte, eine Bastei, Pavillons, ein Bienenhaus und stellte verschiedene Skulpturen auf.

Bei einem Spaziergang durch die schöne Parkanlage können sie folgende Entdeckungen machen:

Alte Mühle

Die neu aufgebaute Radkammer mit einem Wasserrad, eine alte Turbine, zwei Mühlsteine und zwei gusseiserne Säulen sind Zeugen der alten Mühle, die einst um 1610 hier errichtet wurde. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war sie in eine Spinnerei umgewandelt worden. Um 1910 wurde mit der zu sehenden Turbine der Firma Pöge Chemnitz elektrischer Strom erzeugt. Der 2. Weltkrieg hinterließ auch hier seine Spuren und die schon halb verfallene Spinnerei abgerissen.


 


Austelteich

Dieser kleinen idyllische Teich hatte eine große Bedeutung. Früher war er der Mühlteich und sorgte in Trockenzeiten für ausreichend Wasser um die Arbeit in der Mühle aufrecht zu erhalten.

Heute ist er ein Feuchtbiotop und bietet vielen Tieren und Pflanzen einen neuen Lebensraum.


 


Pavillon und Bärenhöhle

Es gibt mehrere Pavillons in dem Park, die aufwendig gestaltet worden sind und zum Verweilen einladen. Sie fügen sich harmonisch in die Natur und spiegeln den am Park nachempfundenen Englischen Landschaftsgartenstil wider. Von der "Bärenhöhle", wie sie manchmal von den Kindern genannt wird, erzählen sich die Kleinen, dass dort Räuber ihr Katzengold an den Wänden der Höhle versteckten.


 


Bienenbeute

Bienenbeute heißt eigentlich eine Bienenwohnung oder ein Bienenstock. Früher wurden die Bienen in hohlen Bäumen und Körben gehalten, die man später volkstümlich als Figuren bearbeitete.

 Unsre Bienenbeute soll an die im Austelpark betriebene Imkerei erinnern. Die Bienen wurden in einem großen Bienenhaus, das Anstelle des letzten Pavillons steht, gehalten.


 


Napoleongrotte

Bei der Gestaltung des Austelparkes wurde um 1885 an dieser Stelle eine kleine Grotte aus Marmor und Kieselstein des französischen Kaisers Napoleon I. angelegt. Dabei wurde dem Kopfteil Wasser zugeführt, das über die Augen austrat. Dieses sollte die Niederlage Napoleons I. bei der Schlacht von Waterloo und der abermalige Sturz des Kaiserreiches unter Napoleon III. nach der Kapitulation 1871 von Sedan signalisiert werden.


 


"Neues Glück" Stollen

Zu den vielen wiederaufgewältigten Zwönitzer Stollen gehört auch der im Austelpark liegende mit dem Namen "Neues Glück". Die Stollen sind alte Zeugen der zahlreichen Versuche in dieser Gegend Erz abzubauen. Die Bergleute schlugen an vielen Stellen Mundlöcher in die Erde, doch fanden sie nur Eisen. Die Stadt erhielt
dadurch die Privilegien eines "Bergstädtleins". Der Bergbauverein führt hier für die Öffentlichkeit Führungen nach Anfrage durch. Außerdem wird der Stollen während des Austelparkfestes geöffnet.


 


Ehrenbürgerwürde

Das ist ein Gedenkplatz für die Ehrenbürger von Zwönitz. Die Ehrenbürgerwürde wird seit 1835 gepflegt. Auf einer großen Tafel können Sie Voraussetzungen und Richtlinien, die dem Laufe der Zeit Bestand hielten, nachlesen. An dieser Stelle wurden 1995 auf 2 solchen Steelen sämtliche Ehrenbürger der Stadt genannt.

Dies sollen nur die wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Austelparks sein. Man kann noch viele weitere kleine entdecken, doch das überlassen wir Ihnen. Auf groß gestalteten Tafeln können Sie alles über den Austelpark und seine Elemente erfahren.