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Bis ins 19. Jahrhundert waren in Zwönitz Landwirtschaft und Handwerk die Haupterwerbszweige. Neben der Leineweberei, dem Klöppeln, Posamentieren und der Papierproduktion war die Schuhmacherei besonders stark vertreten. 1804 befanden sich unter 177 Handwerkern 50 Schuhmacher. So ist es nicht verwunderlich, dass im Zuge der Industrialisierung die Schuhindustrie einen besonders starken Aufschwung erlebte. Vor dem 2. Weltkrieg war die Firma Trommler - damals bedeutendster Kinderschuhhersteller Deutschlands - mit 1700 Beschäftigten größter Arbeitgeber der Stadt. Der erste Fabrikbetrieb im Ortsteil Niederzwönitz war eine Buntweberei, weitere Textilfabriken folgten. Nach Beendigung des Krieges bestimmte neben Schuhherstellung und Textilindustrie vor allem das VEB Messgerätewerk den Produktionsstandort Zwönitz. 1944 lagerte Siemens eines seiner Berliner Werke hierher aus. Bis Anfang der 90er Jahre wurden in diesem Zwönitzer Großbetrieb (ehemals 2500 Beschäftigte) hauptsächlich Medizin- und Messtechnik, Tonbandgeräte und Fernschreiber produziert. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das Messgerätewerk zwar aufgelöst, jedoch gründeten sich einige mittelständische Unternehmen, welche die große Tradition auf dem Gebiet der Elektrotechnik und Medizintechnik mit modernsten Produktionsstätten fortführen. Das Spektrum der Produktion erweiterte sich in den letzten Jahren erfolgreich auf die Galvanotechnik und Metall- und Kunststoffbearbeitung. Vor allem die Zulieferung für die Automobilproduktion wirkt hier als Motor und Schubkraft. Mehrere Jahrhunderte hatten die zahlreichen Mühlen in Zwönitz eine besondere Stellung. So ist z.B. das technische Museum "Papiermühle" ein funktionstüchtiger Zeuge der wasserradgetriebenen, industriellen Pappenherstellung. Noch heute existiert mit der Krempel GmbH ein Unternehmen, welches diese Tradition auf dem neusten Stand der Technik weiterführt. Im Ortsteil Dorfchemnitz wurde u. a. Spitzen-
und Goldnäherei betrieben. Leineweber und Strumpfwirker kamen hinzu.
1885 wurde hier die erste Strumpffabrik gegründet. In der Blütezeit
der Strumpfindustrie nach 1920 entstanden weitere Fabriken. Heute ist
die Falke Strumpffabrik GmbH der größte Arbeitgeber im gesamten
Landkreis Stollberg. |
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In Zwönitz mit seinen Dörfern hat aber auch seit jeher die Landwirtschaft eine große Rolle gespielt. Bis heute ist das ca. 53 km² große Stadtgebiet vorwiegend ländlich geprägt. Neben einer Vielzahl von Bauernhöfen produziert hier die Zwönitzer Agrargenossenschaft e.G. mit großflächigem Ackerbau und moderner Milchproduktion. |
Die Stadt Zwönitz ist im sächsischen Landesentwicklungsplan als Zentraler Ort (Unterzentrum) ausgewiesen und übernimmt auch einige mittelzentrale Funktionen für die Umgebung. Durch die Erschließung zweier neuer Gewerbegebiete siedelten sich in den letzten Jahren viele neue Unternehmen an. Mittlerweile sind neben Handels- und Handwerksbetrieben nahezu aller Bereiche Industriebetriebe in folgenden Branchen vorhanden: |
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Für weitere Ansiedlungen sind im Gewerbegebiet II noch ausreichend Flächen vorhanden. Alternativ dazu können in privat betriebenen Gewerbeparks Räumlichkeiten zu Gewerbezwecken gemietet werden. Dass Sie in Zwönitz in bester Gesellschaft sind, beweist die Sammlung von Kurzportraits der bedeutendsten ortsansässigen Industriebetriebe. Eine Übersicht (I, II) zu Handel, Handwerk und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Erstellung der Zwönitzer Geschichtstafel entstanden ist, steht Ihnen im PDF Format zur Verfügung. In Fragen der Wirtschaftsförderung stehen Ihnen fachkundige Mitarbeiter der Stadtverwaltung gern zur Verfügung, um Ihre Investition in unsere gemeinsame Zukunft schnell und unbürokratisch auf den Weg zu bringen. |