BERGSTADT ZWÖNITZ

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DORFCHEMNITZ

Seit 1998 Ortsteil von Zwönitz

 

Die Ortsbezeichnung Dorfchemnitz bedeutet so viel wie Dorf am steinigen Bach. Dies spiegelt sich in der Gestaltung des Ortssiegels wider. Am Ufer eines Gewässers liegt ein Steinhaufen. Ackerfurchen und Fichtenwald deuten auf die ländliche Umgebung hin. Als religiöses Symbol wacht über allem das Auge Gottes.

Dorfchemnitz, das seit dem 1. Januar 1998 zu Zwönitz gehört, liegt in einer Talmulde der Zwönitz in 450 - 470 m Höhe. Der Ort hat 1333 Einwohner (HWS, Stand 01.01.2016) und eine Gemarkung von 837,44 ha. Die Höhen östlich des Dorfes erreichen 700 m.Erstmalig wurde Dorfchemnitz im Jahre 1447 erwähnt, es kann aber auf eine fast 800-jährige Geschichte zurückblicken. Es wurde geringer Bergbau betrieben, 1482 errichtete man am nördlichen Ortsausgang ein Hammerwerk. Das Dorf gehört seit jeher zur Herrschaft Stollberg, die in der Zeit von 1473 - 1564 zum Besitz der Adelsfamilie von Schönberg gehörte. Um 1700 lebten etwa 300 Einwohner in 30 Häusern und 19 Höfen im Dorf. Im 18. Jahrhundert breitete sich die Strumpfindustrie im Zwönitztal aus, 1831 gab es 16 Strumpfwirkermeister. Im 20. Jahrhundert entstanden bedeutende Strumpffabriken, die viele Beschäftigte hatten (C.W.Schletter, Hecker & Werner u.a.). Diese Industrie war auch nach dem 2. Weltkrieg (Esda) prägend und wird heute durch die Fa. Falke weitergeführt.

Der Ortsteil hat zwei Gaststätten, bedeutende Landwirtschaft und bietet Ferienwohnungen für Touristen. Kultureller Mittelpunkt ist das Heimatmuseum "Knochenstampfe" mit seiner Ausstellung über den berühmtesten Sohn des Ortes, Samuel von Pufendorf. Sehenswert ist ebenfalls das hervorragend restaurierte Erbrichtergut und die neue Anlage vor der Kirche. Doch auch der Märchenpilz vor der Grundschule ist einen Blick wert. Wanderziele sind der alte Pestfriedhof oder der Fichtelbergblick.