BERGSTADT ZWÖNITZ

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LENKERSDORF

Seit 1952 Ortsteil von Zwönitz

Die Deutung des Lenkersdorfer Ortssiegels scheint schwierig. Möglich wäre, dass die drei Blumen (Rosen) Anmut und Liebreiz verkörpern sollen und das durchgebohrte Herz auf Leid und Schmerz hinweisen soll. Ebenso ist eine religiöse Deutung nicht absurd. In christlicher "Heiligen-Verehrung" wird die Mutter Christi als "Rosa mystica" (geheimnisvolle Rose) bezeichnet. Somit könnte das durchbohrte Herz den Schmerz über den Tod ihres Sohnes am Kreuz darstellen.

Das landschaftlich besonders schön gelegene Waldhufendorf am hinteren Aubach hat 272 Einwohner (HWS, Stand 01.01.2016) und eine Fläche von 338 ha. Der Ort (zwischen 550 und 600 m hoch gelegen) ist seit dem 1. Februar 1952 Ortsteil von Zwönitz.

Es soll um 1230 von den Hartensteiner Grafen angelegt worden sein, genauere Angaben fehlen aber. Eine geschichtliche Besonderheit stellt die Tatsache dar, dass der Ort in seiner Verwaltung zweigeteilt war, etwa die Hälfte der Häuser war Schönburgisch (Hartenstein), die andere gehörte seit 1312 durch Kauf zum Kloster Grünhain, später zum Amt Grünhain. Seit 1935 ist Lenkersdorf vollständig nach Zwönitz eingepfarrt.

Der Ort hat vorwiegend landwirtschaftliche Nutzung, keine Industrie. Lenkersdorf hat seinen dörflichen Charakter mit zum Teil großen Bauerngütern erhalten. Der Ortsteil ist ein hervorragender Eigenheimstandort, hat Ferienwohnungen und beherbergt den Modellflugplatz des Zwönitzer Flugmodellclubs. In Lenkersdorf sind die Kleingartenanlage "Am Wiesengrund" und die Bungalowsiedlung "Am Schnepfenberg". Wanderungen empfehlen sich zur Berggaststätte  "Neu Friedrichsruh" und entlang des Wanderweges "Historische Schieferbrüche".