BERGSTADT ZWÖNITZ

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NIEDERZWÖNITZ

Seit 1934 Ortsteil von Zwönitz

Im Zentrum des Niederzwönitzer Ortssiegels befindet sich ein von Bienen umschwärmter Bienenkorb. Somit liegt der Schluss nahe, dass früher in Niederzwönitz die Imkerei eine gewisse Bedeutung hatte. Eine andere Deutung spricht vom Bienenkorb als Symbol des Gewerbefleißes. Der vom Wind gebeugte Baum könnte die Nahrungsquelle für die Bienen darstellen. Mit dem Gottesauge vereinigt das Wappen religiöse Symbolik mit Naturdarstellungen der ländlichen Umgebung.

Niederzwönitz, auch Dorf Zwönitz genannt, liegt im Tal der Zwönitz zwischen 480 und 530 m in südwestlicher Richtung. Seine Fläche beträgt 1695 ha, die Zahl der Einwohner beträgt 4413 (HWS, Stand 01.01.2016). Seit dem 1. April 1934 gehört das Dorf zu der Stadt Zwönitz.

Niederzwönitz war seit 1473 Besitz der Adelsfamilie von Schönberg, die das Dorf auch behielten, als sie 1564 die Herrschaft Stollberg an den Kurfürsten August verkauften. Das Rittergut und das wunderschön restaurierte Bergmeistergut künden von der Verbindung des Ortes zur Familie von Schönberg. Auch in Niederzwönitz betrieb man Bergbau auf verschiedene Metalle und Minerale bis zum vorigen Jahrhundert. Im Dorf gab es viel Handwerk, besonders Weberei und Strumpfwirkerei, auch Klöppeln und Textilfärberei. Fuhrwesen und Bretterhandel gehörten zum Broterwerb. Zeitweise gab es vier Mühlen, seit 1905 ein eigenes Elektrizitätswerk. 1911 wurde eine große mechanische Weberei (Wetzel) bebaut.
Niederzwönitz hat eine ausgeprägte Landwirtschaft, aber auch das Zwönitzer Neubaugebiet gehört zur Niederzwönitzer Flur. Nach der Wende entwickelte sich mit der Fa. Bauklotz Gebr. Roth und weiteren Märkten ein attraktives Handelszentrum im Ortsteil. Der Sportkomplex mit Kunstrasen-und Rasenplatz, einem Bolzplatz sowie zwei Sporthallen gehören ebenso zu Niederzwönitz wie gemütliche Gasthöfe und die Kleingartenanlage "Schöne Aussicht". Sowohl das Technische Museum Papiermühle als auch die Raritätensammlung "Bruno Gebhardt" in der Austelvilla liegen in Niederzwönitz. Wanderziele sind der Große Teich, der Gute Brunnen mit seiner St. Annenkapelle und das alte Gasthaus "Brettmühle".