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Das „Zwönitzer Wochenblatt“ wird zum „Zwönitzer Anzeiger“ - kostenfrei – wöchentlich – auch digital -

Im Zuge der Digitalisierung wird sich auch im medialen Bereich so manches verändern. Es ist eine Zeit angebrochen, in der Praktiken von Veröffentlichungen auf den Prüfstand gestellt werden. Gerade in Bezug auf öffentliche Bekanntmachungen nimmt die Stadtverwaltung Zwönitz den Trend der digitalen Form auf. So wurde in der Stadtratssitzung vom 24. September 2019 im „Gasthof zu Linde“ in Niederzwönitz eine neue Bekanntmachungssatzung verabschiedet.

Das heißt, dass die Stadt Zwönitz ab dem 01.01.2020 die öffentlichen Bekanntmachungen sowie die ortsüblichen Bekanntmachungen und ortsüblichen Bekanntgaben ausschließlich digital in Form einer elektronischen Ausgabe der „Amtliche Mitteilungen der Stadt Zwönitz“ über öffentlich zugängliche Netze vornehmen wird.

Für den, dem der Zugang zu digitalen Medien verwehrt ist, besteht die Möglichkeit im Rathaus der Stadt Zwönitz, im Bürgerservice Zwönitz bzw. in den Außenstellen Brünlos, Dorfchemnitz und Hormersdorf während der allgemeinen Öffnungszeiten die „Amtliche Mitteilung der Stadt Zwönitz“ in ausgedruckter Form unentgeltlich zu erhalten. Ferner besteht die Möglichkeit der Zusendung einer gedruckten Ausgabe der jeweiligen „Amtlichen Mitteilungen der Stadt Zwönitz“ gegen entsprechenden Kostenersatz des Versandes.

Das bisher gültige Bekanntmachungsorgan war das „Zwönitzer Wochenblatt“ als Amtsblatt. Mit dem Beschluss der neuen Bekanntmachungssatzung wurde nun auch noch einmal dieses Medium auf den Prüfstand gestellt. Keine Angst! Es bleibt uns erhalten nur in einer anderen Form. Darüber sind sich nicht nur Stadtrat und die Verwaltung einig. Das wöchentliche Erscheinen des Zwönitzer Wochenblattes hat in den letzten Jahrzehnten viele wichtige Daten und Fakten gesammelt, die den Charakter einer kleinen Chronik haben und somit auch für Heimatforscher und Historiker von unschätzbaren Wert sind. Ebenfalls aus Sicht der Vereine und Familien besteht der Wunsch, dieses Bürgerinformationsblatt zu erhalten.

Das Konzept der Verteilung wird nun aber neu gestrickt. Dazu führten viele Gründe wie z.B. die mangelhafte Druckqualität, die sich auch trotz mehrerer Qualitätsrügen seitens der Stadtverwaltung nicht verbessert hat. Auch sind die Einnahmen aus den Abonnements kein Kostendeckungsbeitrag mehr, da diese vollständig für den Versand durch die Citypost benötigt werden. Zudem gibt es regelmäßig Beschwerden über verspätete bzw. unterlassene Zustellung, teilweise ganzer Straßenzüge. Darüber hinaus werden momentan durchschnittlich nur ca. 1.200 Exemplare gekauft (Anzahl der Haushalte in Zwönitz: ca. 6.000). Diese bei allen Printmedien zu sehende rückläufige Tendenz wird sich aufgrund des veränderten Leserverhaltens auch nicht umkehren lassen. Unter Berücksichtigung dieser Gründe hat sich die Verwaltung nach Alternativen für die Herausgabe eines Bürgerinformationsblattes umgesehen und vorsorglich den bestehenden Vertrag mit LINUS WITTICH (jährlicher Druckkostenzuschuss in Höhe von 24.000 €) zum Jahresende gekündigt.

Der Riedel-Verlag in Oberlichtenau hat ein Angebot abgegeben, welches der Stadtrat in eben dieser Sitzung bestätigt hat. Im Zuge dieses Prozess wurden Vorschläge seitens der Ratsmitglieder für einen Namen der neuen Bürgerinformationsbroschüre erbracht. Der Stadtrat entschied sich für den Namen „Zwönitzer Anzeiger“.

LINUS WITTICH Herzberg hat vor der Stadtratssitzung am 16.09.2019 per Mail Zwönitzer Vereine davon in Kenntnis gesetzt, dass der Verlag ab 2020 in eigenem Namen ein monatliches Mitteilungsblatt für Zwönitz herausgeben und kostenlos an alle Zwönitzer Haushalte verteilen wird. Eine Beteiligung der Stadt Zwönitz ist weder inhaltlich noch kostenseitig vorgesehen.

 

Dass noch 1.200 Haushalte bereit waren, ein wöchentliches Blatt zu kaufen, ist Indiz für ein weiterhin beachtliches Interesse der Bürgerschaft an einer wöchentlichen Ausgabe. Eine hohe Druckqualität vor allem der Fotos liegt zudem im besonderen Interesse zur dauerhaften Wahrung des Wissens über das jeweilige Zeitgeschehen und als Nachschlagewerk für Recherchen. Somit hat die Verwaltung empfohlen, unabhängig von der Entscheidung von LINUS WITTICH, ab 01.01.2020 ein wöchentliches Bürgerinformationsblatt in Zusammenarbeit mit dem Riedel-Verlag zu realisieren, welches den Namen „Zwönitzer Anzeiger“ tragen wird. Dieses wird künftig kostenfrei an ca. 40 Auslagestellen zur Mitnahme bereit liegen. Aber auch der Versand nach Hause wird gegen Zahlung der entstehenden Kosten weiterhin möglich sein.

Noch ein großes Plus: die Ausgabe wird digital als „E-Paper“ ebenfalls auf der Zwönitzer Homepage zur Verfügung stehen bzw. nach Anmeldung per Newsletter versandt.

Weitere Entscheidungen in dieser Stadtratssitzung waren die Vergabe der Planungsleistungen für das Projekt Gewerbezentrum Speicher, die Vergabe von Bauleistungen zur Erschließung des „Wohngebietes Obermichelbacher Straße“, Beschlüsse über überplanmäßige Auszahlungen in laufenden Baumaßnahmen wie die Erschließung des „Wohngebietes Obermichelbacher Straße“ und des Festplatzes in Hormersdorf sowie die Annahme von Spenden.

Weiterhin wurden folgende Besetzungen der Baumschutzkommissionen vorgenommen:

Für Hormersdorf: Frau Corina Hörold, Herr Matthias Wendland und Herr Philipp Lausch

Für Brünlos: Herr Thomas Krauß, Herr Jörg Krauß, Herr Hans-Peter Auerswald und Herr David Krowiors

Diese Stadtratssitzung besiegelte auch die Einstellung des Planfeststellungsverfahrens für das Vorhaben „Hochwasserrückhaltebecken Zwönitz“. Wochenblatt berichtete mehrfach über dieses sehr umfangreiche Verfahren.