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Statt Landesgartenschau steht nun die Errichtung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für Teile der Innenstadt und den Austelpark auf der Agenda

Die Anstrengungen, die 9. Sächsische Landesgartenschau 2022 nach Zwönitz zu holen, waren leider vergebens. Das Kabinett des Landtages folgte am 8. Dezember den Empfehlungen der

Bewertungskommission und nominierte Torgau für die Ausrichtung der Schau. Doch ganz umsonst war die Arbeit die in die Bewerbung investiert wurde nicht. Denn vieles davon, kann in die Planun-gen für ein Städtebauliches Entwicklungskonzept mit einfließen.

Wichtige Maßnahmen für die Zukunft. Die Freistellung der Austelvilla durch die Beseitigung des Maroden Anbaus, könnte eines der Vorhaben sein, die mit entsprechender Förderung realisiert werden können. Parallel dazu müsste die Suche nach geeigneten Räumen laufen, um den dort beheimateten Vereinen ein Ausweichquartier zu schaffen.

Seit den frühen 1990er Jahren wird in Zwönitz die städtebauliche Erneuerung mit Hilfe der Städtebauförderung von Bund und Land betrieben; zunächst im Bereich Markt und Lange Gasse, ab 2009 entlang der Bahnhofstraße und Niederzwönitzer Straße. Dabei wurden sowohl kommunale Projekte als auch private Baumaßnahmen mit Fördermitteln unterstützt. Um diesen Prozess weiter zu betreiben, wird von der Verwaltung angestrebt, ein neues Fördergebiet auszuweisen. Folgender Bereich ist angedacht: Niederzwönitzer Straße ab Kreuzung Brettmühlenweg bis Hausnummer 39, Zwönitzer Gasse bis zum Speicher, Niederer Anger, Rathausstraße, Markt sowie Annaberger Straße und untere Annaberger Straße bis Höhe ehemaliger Lebensmittelmarkt. Als gesonderter Bereich soll auch der Austelpark mit in die Sanierung einbezogen werden.

Die Stadt Zwönitz plant die Beantragung der Aufnahme des Gebiets "Altstadt + Park" in ein Bund-Land-Förderprogramm. Zur Vorbereitung ist für das Gebiet ein Städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKo) zu erarbeiten. Damit beauftragte die Stadt Zwönitz die KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH. Durch die Mitarbeiter der KEM GmbH wird bis Januar 2017 eine Vorortbegehung des Gebietes mit Aufnahme der Gebäude, Straße, Wege, Brachflächen, Grünanlagen usw. stattfinden.
In dem anschließend zu erstellenden SEKo werden die städtebauliche, funktionelle und soziale Situation in dem Gebiet analysiert und daraus die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen abgeleitet. Dabei steht die Untersuchung der städtebaulichen Missstände, wie Gebäude, Infrastruktur oder auch die Entwicklungsmöglichkeiten z. B. von Brachflächen, im Vordergrund. Darüber hinaus wird untersucht, ob die Anforderungen der Bebauung sowie der Beschaffenheit des Gebietes an gesunde Wohn-, Arbeits- und Versorgungsverhältnisse oder an die Sicherheit der darin wohnenden oder arbeitenden Menschen entsprechen. Ebenfalls werden die im Gebiet anzustrebenden Ziele formuliert und die Durchführbarkeit von Sanierungsmaßahmen untersucht. Dieser Prozess ist Grundlage für die Ausweisung eines Fördergebietes.
Ziel des Konzeptes und späteren Sanierungsprozesses ist die Stärkung des innerstädtischen Bereiches durch die Verbesserung der Wohn- und Arbeitsbedingungen. Städtebauliche, infrastrukturelle und gestalterische Defizite sollen dabei nachhaltig behoben werden.

Wir bitten die Anwohner, die Untersuchungen zu unterstützen, und über die vorhandenen Nutzungen sowie Mängel und ggf. Sanierungsabsichten gegenüber den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der KEM GmbH Auskunft zu erteilen. Die Mitarbeiter der KEM werden sich dabei durch Vorlage einer vom Bürgermeister unterzeichneten Legitimation ausweisen.
Gern können Sie Ihre Wünsche, Fragen und Anregungen zur Umgestaltung des Gebietes einbringen. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Ute Hahn, Fachbereich Hochbau zur Verfügung. Kontakt: Tel. 037754 35135, E-Mail: u.hahn@zwoenitz.de

Über die Ergebnisse der Untersuchungen sowie eine Aufnahme in ein Förderprogramm werden wir zu gegebener Zeit berichten.