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Stadtrat bestätigt Namensgebung „Goethe-KidZ“ für den neuen Zwönitzer Hort

Ist Zwönitz familienfreundlich?

Zwei Millionen EUR kostete das Projekt „Umbau Grundschule Johann Wolfgang von Goethe zur Erweiterung der Hortnutzung“, welches mit 1.120.000 EUR über die Förderrichtlinie RL LEADER/2014 gefördert wurde. Der Zwönitzer Eigenanteil liegt also bei knapp 900.000 EUR.

Im Oktober 2016 erfolgte der Spatenstich. Nach weniger als 2 Jahren Bauzeit wird nun der Anbau mit 2 Vollgeschossen mit je ca. 330 m² für 177 Kinder mit zusätzlich 5 neuen Räumen zur Verfügung stehen. Damit können nun knapp 70 Kinder mehr betreut werden als bisher. Bedarf, der besteht, aber der ohne den Anbau hätte nicht gedeckt werden können.
Der Hort wird als eigenständige Kindertageseinrichtung der Kinder-und Jugendhilfe seit dem 1.1.2018 geführt. Die Kinder selbst hatten ein Mitbestimmungsrecht auf die neue Namensgebung "Goethe -KidZ", die die enge Verbundenheit zu ihrer Grundschule Johann-Wolfgang-von Goethe und zum Heimatort "Z" wiederspiegelt.
Ein nicht ganz einfacher Prozess im Zusammenspiel der privaten Trägerschaft durch die Johanniter Unfallhilfe e.V. und den kommunalen Einrichtungen findet mit der Horteinweihung am 1. Juni einen guten Abschluss. Die optimale gefundene Lösung für die Sozial- als auch für die Bildungsstruktur der Bergstadt Zwönitz, weiß die Staatsministerin für Soziales Barbara Klepsch zu würdigen. Anlass genug, um persönlich bei der Einweihung nach Zwönitz zu kommen.
Die Namensgebung des Hortes war ein Tagesordnungspunkt auf der umfangreichen Beschlussfassungsliste in der Stadtratssitzung vom 8. Mai 2018 am Gymnasium in Zwönitz.
Zum Thema Familienfreundlichkeit zählt neben den Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten auch aus Verwaltungssicht das Mitspracherecht bei der Essensversorgung der Kinder im Schulhort/ Kitas. Dazu gibt es ebenfalls neue Informationen, die Fachbereichsleiter Christian Bienert zu eben dieser Sitzung vorstellte.
Die überall gestiegenen Preise gaben auch zum Thema Mittagsversorgung den Ausschlag dafür, alles neu auf den Prüfstand zu heben. Deshalb wurden am 26.10.2017 die Elternräte unserer KiTas (bis auf Hormersdorf, die auf eine eigene Schulküche zurückgreifen können) darüber informiert, dass die Essensversorgung auf neue Füße gestellt werden soll und muss.
Die bisherige Versorgung lief auf Basis des Verfahrens "Cook and Freeze". (Nach der Zubereitung (Garvorgang) werden die Speisen bei ca. -40° C schockgefrostet. Kurz vor dem Verzehr erfolgt die Regeneration durch Auftauen und Erhitzen).
Aufgrund der Horterweiterung muss nun Abstand von diesem Verfahren genommen werden, da die Kapazitäten von Gefrier- und Aufwärmmöglichkeiten nicht mehr ausreichen. Daher möchte man nun auf eine Variante eines frisch zubereiteten Essens zurückgreifen. Die Elternräte konnten der Argumentation für die Umstellung folgen und beauftragten die Stadtverwaltung Zwönitz mit regionalen Partnern Gespräche zu führen, wie eine Mittagsversorgung durch diese erfolgen könnte. Verhandlungen mit fünf regionalen Anbietern wurden nunmehr aufgenommen, die regionale und teilweise Bio-Produkte verwenden. In Rücksprache mit den Elternvertretern des Hortes wurde die Anzahl der Anbieter nun auf zwei eingegrenzt.
Um den gewohnt demokratischen Weg zu gehen, dürfen als erstes die Kinder, Elternvertreter und Erzieher der Horteinrichtung bzw. der Kita in Dorfchemnitz bei einem zweiwöchigen Probeessen Ihre Wertung für die beiden Anbieter abgeben. Danach findet die Auswertung mit der Stadtverwaltung statt und es wird unter Berücksichtigung der Bewertungen durch die Kinder und natürlich unter den Aspekten gesunde Ernährung und Finanzierbarkeit über einen Anbieter entschieden. Die Empfehlung soll dann am 19. Juni auf der nächsten Sitzung durch den Stadtrat bestätigt werden. Start für die Kita Dorfchemnitz und den Hort "Goethe-KidZ" wäre der 01.08.2018 (unter Beibehalt der bisherigen Kosten bis Jahresende) und ab dem 01.01.2019 für die übrigen Einrichtungen zu den Konditionen des jeweiligen Anbieters.
Neu wäre auch, dass die Eltern ab dem 01.01.2019 einen Versorgungsvertrag mit dem Anbieter direkt schließen, der die Essenszubereitung, Ausgabe und Kassierung übernimmt. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass sich für die Hausleitungen der Verwaltungsaufwand minimiert, der der pädagogischen Arbeit in den Einrichtungen wieder zugutekommt.
Abschließend bleibt zu erwähnen, dass durch die Stadt wie bisher die Essensversorgung unserer Zwönitzer Schulkinder bezuschusst wird, auch wenn für die Eltern eine Kostenerhöhung nicht ausbleiben wird.
Investitionen in die Horterweiterung und Bezuschussung der Essensversorgung sind zwei von vielen weiteren Maßnahmen zum Wohle unserer Kinder. Entscheiden Sie also selbst, ob die Stadt Zwönitz das "Prädikat Familienfreundlichkeit" verdient.