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Badevergnügen startet noch kurz vor Weihnachten - Neue Schwimmhalle feierlich übergeben

Im Jahr 2014 begannen die ersten Planungen zur neuen Schwimmhalle. Schon zu diesem Zeitpunkt war aufgrund der nüchternen Faktenlage klar: Eine Sanierung des alten Hallenbades würde finanziell in etwa die gleichen Kosten verursachen, wie ein wirtschaftlich vernünftiger Neubau. Ein neues Bad würde jedoch eine ganze Reihe weitere Vorteile bringen. Ein größeres Schwimmbecken beispielsweise, das mit 25 Metern Länge nicht nur dem Vereinssport, sondern auch der allgemeinen Badnutzung entgegen käme. So würde auch die neue Badtechnik die ökologischen und wirtschaftlichen Standards der heutigen Zeit erfüllen. Zudem würde ein Neubau auch barrierefrei nutzbar sein und die beengte Situation in den Umkleiden und im Sanitären Bereich enorm verbessern.

Rund 100 geladene Gäste, bestehend aus den Baubeteiligten Gewerken, Vereinen und Stadträten, waren am 18. Dezember zur feierlichen Eröffnung der neuen Schwimmhalle vor Ort.

Politische Prominenz, wie der Parlamentarische Staatssekretär des Inneren, Marco Wanderwitz (r.) oder der stellvertretende Oberbürgermeister von Schwarzenberg, Falk Haude (l.), unterstrichen in ihren Grußworten die Bedeutung eines solchen Bauwerks für die gesellschaftliche Entwicklung der Kommune.

Mit der feierlichen Schlüsselübergabe von Klaus Meyer (M.) und Planer Jan Auerswald (r.) an Bürgermeister Wolfgang Triebert (l.), endete der offizielle Teil der Einweihungsveranstaltung.

Daher fiel es den Entscheidungsträgern in den Ausschüssen und im Stadtrat nicht schwer, das Vorhaben mit einem klaren Ja zu unterstützen. Im April 2015 fällte der Stadtrat den Beschluss mit einem Votum für einen Schwimmhallenneubau. Noch im Herbst des gleichen Jahres wurde der Fördermittelantrag auf den Weg gebracht. Im September des folgenden Jahres erhielt die Kommune die Fördermittelzusage. Der damalige sächsische Innenminister Markus Ulbig, überreichte einen Fördermittelbescheid, nach dem der Freistaat Sachsen das Vorhaben mit 2,126 Mio. Euro unterstützte. Am 4. Oktober 2016 fiel mit dem ersten Spatenstich der Startschuss für die bauliche Seite des Vorhabens.

Am 18. Dezember, nach reichlich zwei Jahren Bauzeit, kam es zum Zieleinlauf, der mit rund 100 geladenen Gästen in einer feierlichen Übergabe der neuen Schwimmhalle mündete. Vertreter aller am Bau beteiligten Gewerke, aus den Zwönitzer Vereinen wie auch die Stadträte, die die Investition in den Neubau mit ihrer Entscheidung mitgetragen hatten, kamen an diesem Nachmittag in der Halle zusammen.

Die meisten der Gäste hatten erst an diesem Tag erstmals die Gelegenheit, die betriebsbereite Schwimmhalle zu erkunden. Der erste Eindruck reichte von positiv beeindruck bis begeistert. Alle sind sich sicher: Hier werden die Zwönitzer und mit Sicherheit auch eine ganze Reihe von Badegästen aus der Umgegend, viel Freude beim Baden im über 500 Kubikmeter fassenden Becken haben.

Für Bürgermeister Wolfgang Triebert war es eine ausgesprochene Freude die neue Schwimmhalle in Betrieb zu nehmen. Mit seinem aufrichtigen Dank an alle Beteiligten machte er noch einmal deutlich, wie wichtig diese Investition für die Lebensqualität in der Kommune ist. Nicht nur als Freizeitfaktor, sondern auch für ein breites Angebot an Vereinssport und der Absicherung des Schulschwimmens für die Zwönitzer Schulen, wie auch für Schulen aus den Nachbarkommunen. In allen Belangen konnte Frank Zimmermann, der als Grundschulrektor und Präsident des Zwönitzer Schwimmvereins (ZSV) in doppelter Funktion unter den Gästen weilte, ausnahmslos bestätigen. "Seit 1992 haben wir jedes Jahr das Ziel erreicht, dass die Schüler aller 4. Klassen die Grundschule als Schwimmer verlassen konnten. Dies sind rund 1.600 Kinder", bemerkte er mit erkennbarem Stolz. Das dieses Ziel auch künftig und unter enorm verbesserten Bedingungen erreicht werden wird, ist aus seiner Sicht mit der neuen Schwimmhalle abgesichert. Und aus Sicht als Vereinschef sagt er, "Wir alle haben die Hoffnung, dass sich die Trainings- und Wettkampfbedingungen so verbessern, um beim Niveau des Schwimmens in Zwönitz eine Schippe drauf zu legen". Die neue Schwimmhalle - ein großartiges "Geschenk" für den vor 100 Jahren von Willi Lasch gegründeten Verein.

Beeindruckt von dem, was die Kommune Zwönitz mit dem Bauwerk auf die Beine gestellt hat, zeigte sich auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Marco Wanderwitz (CDU). "Unter Berücksichtigung der Größenverhältnisse der Kommunen kann es dieses tolle neue Schwimmbad in Zwönitz durchaus mit dem großen neuen Hörnbad in Kiel aufnehmen, welches ich als Baustaatssekretär gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsident vor einigen Wochen einweihen durfte", sagte er in seiner Rede. Gleichzeitig lobte er das starke Eigenengagement der Kommune. Wanderwitz selbst ist in zwei weiteren Zwönitzer Großprojekten mit im Boot und als Partner eng an der Seite der Stadt tätig. Hier geht es zum einen um die Pläne zum neuen Sauna- und Fitnessbereich in direkter Nachbarschaft zum neuen Hallenbad und zum anderen um die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der 3D-Audio-Kommunikation im Gewerbezentrum Erzgebirge in der kürzlich von der Stadt erworbenen Speicher-Immobilie. Für beide Projekte sind Fördermittel beim Bund beantragt.

Lobend äußerte sich ebenfalls Landrat Frank Vogel (CDU). "Schaut man sich in Zwönitz um, so kann man feststellen, dass hier vieles in die Tat umgesetzt werden konnte, wovon andere Kommunen nur träumen können. Dies ist nicht zuletzt an der Eigeninitiative und Tatkraft der Stadt, wie auch an der Unterstützung der Räte festzumachen. Die Eröffnung der neuen Schwimmhalle ist ein gutes Beispiel dafür", bekräftigt der Landrat, der gleichzeitig offenlässt, dass diesem Beispiel mit Sicherheit weitere folgen werden.

Auch Falk Haude (CDU), stellvertretender Oberbürgermeister der großen Kreisstadt Schwarzenberg, überbrachte den geladenen Gästen sein Grußwort. Aufgrund der Erfahrungen der Schwarzenberger mit ihrem vor wenigen Jahren neu gebauten Hallenbad hatte man sich in der Planungsphase für das Zwönitzer Bad viele wertvolle Ideen geholt. Diese haben dazu beigetragen, den Zwönitzer Neubau der Schwimmhalle vor allem im Hinblick auf die zukünftigen Betreiberkosten zu optimieren.

Mit den letzten Grußworten von Planer Jan Auerswald und der darauf folgenden Schlüsselübergabe an den Zwönitzer Bürgermeisters Wolfgang Triebert, ging der offizielle Teil des Nachmittags zu Ende.

Bereits in den Pausen zwischen den Grußworten konnten sich die Gäste bei der sehenswerten Vorführung der Synchronschwimmer des 1. SC Flamingo Zwickau davon überzeugen, dass das Bad im neuen Becken sichtlich Spaß zu machen schien. Zudem machten die Mitarbeiter der Schwimmhalle es möglich, einen Blick auf die moderne Badtechnik in den Kellerräumen zu werfen. Eine nahezu einmalige Gelegenheit, die sich kaum einer der Anwesenden entgehen ließ.

Seit dem 19. Dezember ist die Schwimmhalle nun regulär in Betrieb. Schulschwimmen, Vereinssport und die übrigen Badegäste teilen sich in die ganzwöchigen Öffnungszeiten. Ab den Winterferien sollen diese nochmals angepasst und verlängert werden. An den Öffnungstagen zwischen den Feiertagen haben schon viele Schwimmbadgäste einen ersten Sprung ins neue Becken gewagt. Bleibt zu wünschen, dass dieses Interesse weiter anhält und die millionenschwere Investition von den Zwönitzern dauerhaft gut angenommen wird.