BERGSTADT ZWÖNITZ

ALTE BERGSTADT MIT ZUKUNFT

Kalender
Anreise
Übernachtung
SINGLE NEWS

Elterlein - wie nun weiter?

Ab und zu können auch die Zwönitzer in der Tagespresse den einen oder anderen Beitrag über die Arbeit in der Verwaltungsgemeinschaft Zwönitz-Elterlein lesen. Mancher mag sich dabei die Augen reiben, läuft doch die Arbeit zwischen unserer Bergstadt und den sieben angegliederten Dörfern weitestgehend in Harmonie und für alle Seiten erfolgreich. Und mit Elterlein gibt es nur Zank und Streit? Bei Weitem nicht! Die Zwönitzer Stadtverwaltung bemüht sich auch für Elterlein, Hermannsdorf und Schwarzbach mit gleichem Engagement um eine schnelle, den Gesetzen entsprechende und wirtschaftliche Abarbeitung der ihr vom Elterleiner Stadtrat übertragenen Aufgaben. Und die Erfolge können sich sehen lassen. Natürlich läuft im Tagesgeschäft nicht immer alles optimal und für konstruktive Kritik sind wir auch jederzeit offen. Aber was momentan seitens des Elterleiner Bürgermeisters immer wieder publiziert wird, hat mit „konstruktiv“ nichts mehr zu tun. Ich habe das Gefühl, dass permanent versucht wird, Skandale herbeizureden, wo keine sind und an jeder möglichen Stelle die Arbeit der Stadtverwaltung öffentlich zu verunglimpfen.

Gerätehaus Elterlein

Als Leiter jener Verwaltung sehe ich es als meine Pflicht an, mich schützend vor meine Mitarbeiter zu stellen und ihnen den Rücken zu stärken. Dass ich auch als Bürgermeister persönlich regelmäßig öffentlich angegriffen werde, gehört Wohl oder Übel zu diesem Beruf. Wenn es aber ständig zu Unrecht erfolgt, nervt es doch. So stand z.B. im letzten Elterleiner Amtsblatt, dass eine spezielle Anfrage meines Elterleiner Amtskollegen von mir unbeantwortet blieb. Dass ich die entsprechende Anfrage-Mail noch am selben Tag auf gleichem Wege beantwortete, ist nachweisbar. Vielleicht stimmt es sogar, dass genau diese Mail die erste seit Jahren war, die nicht bei meinem Elterleiner Kollegen ankam. Aber ist es nicht eine Grundform des Anstandes, dass man in einem solchen Fall erst noch mal nachfragt, bevor man sein Gegenüber unberechtigt im Amtsblatt in Misskredit bringt? Leider ist dies kein Einzelfall und zeichnet ein Bild davon, welches Verhältnis Bürgermeister Hartmann zur Zwönitzer Verwaltung hat. Sei es das Märchen von den ominösen 500.000 Euro oder die haltlosen Vorwürfe zum Neubau des Feuerwehrdepots oder zur Art und Weise der Haushaltsplanung - die Liste lässt sich leider weiter fortsetzen.

Wenn Mitarbeiter nachweislich Fehler begangen haben, die sich nachteilig auf die Entwicklung unserer Städte auswirken, werde ich sie natürlich wie bisher mit Nachdruck ahnden. Dass ich hierbei selbst vor Kündigungen nicht zurückschrecke, ist wohl allgemein bekannt. Wenn aber ohne genaue Prüfung des Sachverhaltes öffentliche Angriffe erfolgen, einzig mit dem Ziel, das Vertrauen der Elterleiner in meine Person und die Verwaltung zu erschüttern, werde ich dies nicht unkommentiert lassen.

Es ist nur schade um die sinnlos gebundene Energie, bräuchte doch Elterlein gerade jetzt kluge Ideen und Visionen, wie der in den letzten Jahren aufgelaufene Rückstau an Werterhaltungen und Investitionen abgebaut werden kann, um Elterlein, Hermannsdorf und Schwarzbach lebenswert zu erhalten. Allein bei den kommunalen Gebäuden wird der Sanierungsbedarf auf 4 Millionen Euro geschätzt. Was geht das uns Zwönitzer an? Naja, immerhin sind wir 2008 mit Elterlein eine eheähnliche Gemeinschaft eingegangen und seit 2012 ist jeglicher Wechsel einer Kommune zu einer anderen Verwaltungsgemeinschaft gesetzlich ausgeschlossen. Selbst eine eigene Verwaltung für Elterlein ist seit 2016 nicht mehr zulässig. Eine Bindung auf Lebenszeit also, ohne Rückfahrkarte. Da sollten es mir die Elterleiner doch verzeihen, wenn ich als Leiter der Gesamtverwaltung hier und da ein wenig Herzblut auch für ihre Stadt entwickle. Unsere Städte haben ähnliche Herausforderungen und Probleme. Die Hormersdorfer würden mich zum Beispiel sicherlich steinigen, käme ich auf die Idee, dem Trägerverein die Freie Grundschule zu verkaufen, mit der Verpflichtung, das Gebäude auf eigene Kosten erhalten und sanieren zu müssen. Wenn also Bürgermeister Hartmann schreibt, dass Elterlein finanziell nicht in der Lage ist, das für die Freie Oberschule dringend notwendige Sanierungs- und Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro zu stemmen, dann gibt das auch mir einen Stich ins Herz. Woher soll bei einem Verkauf der freie Träger die Eigenanteile hierfür nehmen? Aber vielleicht geschehen ja doch noch Wunder.

Ich hoffe, nein, ich bin überzeugt, dass die meisten Bürger von Elterlein, Zwönitz und deren Ortsteilen eine gute Zusammenarbeit zum Wohle beider Städte erwarten. Unsere Verwaltung und ich werden weiterhin versuchen, durch engagierte Arbeit das Vertrauen der Elterleiner zu gewinnen und ihnen die Angst zu nehmen, dass sie ihre Identität verlieren.

 

Mit einem herzlichen "Glückauf"

Wolfgang Triebert, Bürgermeister