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Neujahrsgruß des Bürgermeisters an die Zwönitzer Bürger

Liebe Zwönitzer, liebe Freunde unserer schönen Bergstadt mit ihren bezaubernden Dörfern,

zu Beginn des Jahres 2016 übermittle ich Ihnen als Bürgermeister meine herzlichsten Grüße und wünsche Ihnen Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen. Wieder ist ein Jahr wie im Flug vergangen, für jeden mit freudigen Ereignissen, aber sicherlich auch schmerzlichen Momenten.

Neujahrsgruß 2016

Für unsere Stadt war das vergangene Jahr wieder erfolgreich, aber auch sehr bewegt. Das Thema „Asyl“ beherrschte die Medien wie kein zweites und ging auch an Zwönitz nicht spurlos vorüber. In den vergangenen 12 Monaten musste ich auf insgesamt 6 Einwohnerversammlungen zahlreiche Fragen besorgter Bürger beantworten, Ängste entgegennehmen und über Hintergründe aufklären. Leider gelang es mir dabei nicht, die Einwohner davon zu überzeugen, dass die dezentrale Unterbringung in Wohnungen besser ist, als eine Gemeinschaftsunterkunft mit ca. 150 Personen auf engstem Raum. Trotz zahlreicher Aufrufe meinerseits bot ernsthaft lediglich ein Eigenheimbesitzer aus Zwönitz dem Landkreis eine Wohnung für Asylsuchende an. Bei einer Aufnahmeverpflichtung von 164 Personen bis Ende 2015 konnte der Landkreis bisher lediglich 19 Personen in unserer Stadt mit ihren Dörfern unterbringen. Kein Wunder also, dass der Landkreis nun wahrscheinlich das Angebot des Eigentümers vom ehemaligen Polyko an der Hartensteiner Straße annimmt und in diesem Gebäude eine Unterkunft für ca. 160 Personen betreiben wird. Ich habe rechtzeitig gewarnt, aber allzuviele haben geglaubt, diese Aufgabe geht an der eigenen Haustür vorbei, wenn sie nur den Kopf einziehen. An dieser Stelle bedanke ich mich von Herzen bei all jenen, welche im vergangenen Jahr ehrenamtlich mit großem Engagement geholfen haben, Vorurteile abzubauen, gegenseitig aufzuklären und den in Zwönitz lebenden Asylbewerbern zu helfen, das tägliche Leben in einer unvertrauten Welt zu meistern. Obwohl ich – wie bereits erwähnt – auch lieber keine Gemeischaftsunterkunft in unserer Stadt hätte, stellt sich diese Frage nun nicht mehr. Wer glaubt, dies durch lautes Grölen, Beschimpfungen, Schmierereien oder Bedrohungen verhindern zu können, irrt meines Erachtens. Die Unterkünfte in Johanngeorgenstadt und Niederdorf haben es gezeigt. Für uns geht es jetzt nur noch darum, ob wir in einem halben Jahr zwangsweise Turnhallen belegt bekommen oder die Aufnahmeverpflichtung in anderweitigen Gemeinschaftsunterkünften erfüllen können. Daran würde auch keine Bürgerbefragung etwas ändern. Ich kann nur an alle appellieren, sich gemeinsam der Aufgabe zu stellen und mit den durchaus positiven Erfahrungen aus Kühnhaide und Zwönitz zu versuchen, das Miteinander zwischen Asylbewerbern und Einheimischen so problemlos wie möglich zu gestalten. Hass erzeugt auf der Gegenseite nur ebenfalls wieder Hass und bei Gewalt ist dies analog. Wer eine Revolution herbeiführen möchte, sollte dies in Berlin oder Brüssel tun, aber bitte nicht in unserer Heimatstadt. Ich möchte die Stadtverwaltung auch weiterhin dafür einsetzen, um Zwönitz mit allen Ortsteilen positiv zu entwickeln und nicht sinnlos riesige Ressourcen für Schadensbeseitigungen binden. Dass dies auch im vergangenen Jahr gelungen ist, zeigen z.B. das umfangreiche Baugeschehen mit Hochwasserschadensbeseitigungen in Höhe von 3 Millionen, die Dorferneuerung Hormersdorf mit Löwe, Gemeindeamt und Museum, Straßen- und Wegesanierung in Höhe von über einer Million und die umfangreichen Werterhaltungsmaßnahmen an den zahlreichen kommunalen Gebäuden. Darüber hinaus war das Jahr neben dem fest etablierten Mammutprogramm mit zusätzlichen kulturellen Höhepunkten bespickt, wie den Ortsjubiläen von Günsdorf und Hormersdorf oder dem großen Erntedankfest auf dem Markt. Ganz nebenbei wurden von der Stadtverwaltung die Bürgermeister- und Landratswahlen gestemmt, ein Rekordsommer in den Bädern personell abgesichert, auf neue Finanzsoftware umgestellt und die Riesenaufgaben Flächennutzungsplan und Eröffnungsbilanz erfolgreich abgeschlossen. Auch für das neue Jahr ist bereits viel vorbereitet. So werden z.B. weitere 3 Millionen in die Hochwasserschadensbeseitigung fließen und das letzte Teilstück der Thomas-Müntzer-Straße wird in Angriff genommen. Weitere Objekte wie Hallenbad, Wiesenstraße, Dorfstraße in Brünlos oder Waldweg und „Kämpferberg“ in Dorfchemnitz warten auf den Fördermittelbescheid. Diese Ziele und Erfolge sind jedoch nur möglich, wenn auch weiterhin die Kräfte zum Wohle von Zwönitz mit allen Dörfern gebündelt werden. Angefangen beim Stadtrat und einer äußerst engagierten Verwaltung, über das ehrenamtlichen Engagement der Bürger in Kirchgemeinden und Vereinen, bis hin zum unerlässlichen Beitrag der Unternehmer möchte ich mich bei allen bedanken, die zur guten Fortentwicklung von Zwönitz beigetragen haben und Sie bitten, auch weiterhin hierbei mitzuwirken. Darüber hinaus ist es weiterhin mein oberstes Ziel, dem mir bei der Wahl zum Bürgermeister erneut geschenkten Vertrauen gerecht zu werden. Gott segne unsere Stadt und ihre Menschen!

Wolfgang Triebert
Bürgermeister