BERGSTADT ZWÖNITZ

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Neujahrsgruß des Bürgermeisters

Liebe Einwohner unserer Bergstadt Zwönitz mit ihren Dörfern,

am Beginn des Jahres 2019 übermittle ich Ihnen meine herzlichen Grüße und wünsche Ihnen Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen. Blickt man zurück auf das vergangene Jahr, so hat sich unsere alte Bergstadt mit ihren bezaubernden Dörfern wieder sehr positiv entwickelt. Natürlich gab es auch einschneidende Erlebnisse, wie z.B. das Sturmtief Fabienne mit den verheerenden Schäden vor allem in Brünlos. Aber auch solche Ereignisse wurden im Schulterschluss der Bürgerinnen und Bürger bravorös gemeistert.

Das zurückliegende Jahr war geprägt von einer ganzen Reihe großer Bauprojekte. Noch kurz vor Jahresende wurde mit rund 100 geladenen Gästen, die neue Schwimmhalle der Öffentlichkeit übergeben. Die Synchronschwimmerinnen des 1. SC Flamingo Zwickau gestalteten hierzu ein sehr ansprechendes Programm.

Der Erwerb und die Sanierung des Hotels „Roß“ ist ein Sinnbild für das Ringen um eine attraktive Innenstadt. Aber auch etliche Privatpersonen, wie z.B. die Familie Josiger im Stadthotel oder die Familie Naumann im Brauereigasthof tragen mit Ihren erheblichen Investitionen maßgeblich zur Steigerung der Anziehungskraft bei.

Über viele Jahre haben die Kühnhaider die in mehreren Abschnitten grundhafte Erneuerung der Thomas-Müntzer-Straße mit Geduld ertragen müssen. Nach der Fertigstellung der 2,28 Mio. teuren Investition freuen sich nicht nur die Kinder über die neugestaltete Lebensader im Ort.

Auf der Dorfstraße in Brünlos wurde zum Ende des vergangenen Jahres mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnittes ein weiteres Zwischenziel erreicht. In diesem Jahr geht es, je nach Witterung, nahtlos weiter.

Der Speicher ist ein Projekt der Zukunft, welches im neuen Jahr weiter forciert werden wird. Noch vor Jahresende hatte die Stadt das Gebäude und die dazu gehörenden Grundstücke erworben. Hier soll zukünftig das „Gewerbezentrum Erzgebirge“ seine Heimat haben und eine Schmiede für Zukunftstechnologien werden.

Die schillerndsten Zeugen für das kommunale Engagement zur Fortentwicklung unserer Heimatstadt sind die sanierte Zweifeldhalle, der neue Hortanbau an der Goetheschule, das wiedereröffnete Hotel "Roß", der neue Radweg Richtung Affalter, sanierte Straßen, wie z.B. die Thomas-Müntzer-Straße in Kühnhaide oder allem voran die kürzlich eröffnete neue Schwimmhalle. Mehrere Millionen Steuergelder wurden zielgerichtet eingesetzt, um unsere Stadt noch lebenswerter zu gestalten. Immerhin besteht weiterhin das Ziel, ab 2022 keine Einwohner mehr zu verlieren.

Schön ist, dass auch verstärkt private Investoren Zwönitz als lohnende Geldanlage zur Errichtung von attraktiven Mietobjekten entdecken. Das von der Familie Bochmann aufwändig sanierte ehemalige Bahnhofshotel ist hier nur ein hervorragendes Beispiel. Läuft alles nach Plan, könnte im unmittelbaren Umfeld schon im nächsten Jahr mit dem Neubau einer Wohnanlage mit 15 Mietwohneinheiten begonnen werden. Auch die von vielen lang ersehnten 60 barrierefreien Wohnungen in der ehemaligen Schuhfabrik auf der Schubertstraße nehmen langsam Gestalt an. Neue Facharztpraxen entstehen genauso, wie neue Pflegeeinrichtungen. Und doch freuen sich nicht alle Bürger über diese sehr positive Entwicklung. Vor der eigenen Haustür hört die Akzeptanz bei einigen auf. Viel zu schnell ist vergessen, dass man vor noch gar nicht all zu langer Zeit selbst vom Angebot erschlossener, kommunaler Grundstücke provitierte, dass die eigenen Häuser auch nicht ohne Belästigung der Nachbarschaft durch Baulärm und ähnliches errichtet wurden. Die eigene Freiheit hat eben ihre Grenzen auch in der Freiheit der anderen. Wir leben - Gott sei Dank - in einer Demokratie und ich möchte mich an dieser Stelle bei jenen gewählten Stadt- und Ortschaftsräten bedanken, die sich in ihrer Freizeit Gedanken um die Entwicklung unserer Stadt mit ihren Ortsteilen machen, sich so manchen Abend bis kurz vor Mitternacht um die Ohren schlagen und auf zahlreichen Sitzungen um kluge Entscheidungen ringen. Dieses Jahr sind wieder Kommunalwahlen. Jeder, der gern mittun möchte, ist herzlich eingeladen, für die Räte zu kandidieren.

Ein ganz wesentlicher Baustein für ein attraktives Wohnumfeld ist die Nähe zu einem guten Arbeitsplatz. Hier fällt es uns immer schwerer, geeignete Grundstücke anzukaufen und zu Gewerbegebieten zu entwickeln. Ein Weg aus der Misere ist die Umnutzung des ehemaligen Speichers, weg vom Einzelhandel hin zu einem modernen Gewerbe- und Innovationszentrum. 4.500 m² Mietfläche möchte die Stadt hier mit ca. 10 Millionen Aufwand für innovatives Gewerbe mit hohem Wertschöpfungsgrad bereitstellen. Am 14. Januar hat sich der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer angemeldet und möchte uns für die Sanierung des Speichers einen Fördermittelbescheid in Höhe von 7,9 Millionen Euro überreichen, wahrscheinlich die bislang höchste Fördersumme in der Zwönitzer Geschichte. Die bauliche Hülle ist hierbei aber nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen steht die Netzwerkarbeit mit potentiellen Mietern. Und genau hierum habe ich mich mit Hilfe von einigen Mitarbeitern seit Monaten intensiv bemüht. Der Arbeitsstand ist vielversprechend, Fördermittelanträge sind geschrieben. Mit dem Glück des Tüchtigen könnte hier für Zwönitzer Verhältnisse Großes entstehen. In der Vision wird Zwönitz mit den Nachbarorten zur internationalen Modellregion für dreidimensionale Raumklangtechnologie und deren vielgestaltige Anwendungen. Hier soll ein Institut gegründet werden, welches Forschung, Entwicklung und Vermarktung auf diesem Gebiet koordiniert. Mit den beantragten 15 Millionen Bundesförderung könnte diese Vision in den nächsten 3 Jahren Realität werden. Eine Entscheidung zur Vergabe dieser Fördermittel erwarten wir im 2. Quartal.

Und ganz nebenbei laufen die unzähligen anderen Aktivitäten der Stadtverwaltung wie gewohnt auf hohem Niveau weiter. Schulen, Kindertagesstätten, Straßenerneuerungen, Feuerwehr, Vereinsförderung und die von auswärts hochgelobten Großveranstaltungen sind nur einige Beispiele. Dass hierfür engagiertes und schlagkräftiges Personal notwendig ist, versteht sich von selbst und ich bin dankbar, dass viele Mitarbeiter für den gemeinsamen Erfolg bis an die Grenze der Belastbarkeit gehen. Und trotzdem bleibt auch das Ehrenamt eine unerlässliche Kraft für die vielfältigen kulturellen, sozialen oder sportlichen Angebote. Ich möchte mich herzlichst bei allen bedanken, die zur guten Fortentwicklung von Zwönitz beigetragen haben und sie bitten, auch weiterhin hierbei mitzuwirken.

Gott segne unsere Stadt und ihre Menschen!

Wolfgang Triebert
Bürgermeister