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Osterwanderung, Ostersingen, Osterbrunnentour - Kaiserwetter beschert grandiose Ostertage

Die Ostertage waren bezogen auf das Wetter einfach nur grandios. Seit über 30 Jahren war es nicht mehr so sonnig und warm wie in diesem Jahr. Knapp 50 Stunden konnten wir von Karfreitag weg Sonne tanken. Die Kombination aus herrlichstem Wetter und Feiertagen lockte die Menschen natürlich hinaus in die Natur. Zu Scharen war man unterwegs zum Wandern, Radfahren oder man hatte Zeit, die Ruhe und Sonnenwärme im eigenen Garten zu genießen und sich mit der Familie oder mit Freunden zu treffen. Auch die Eis-Cafés erlebten den ersten großen Ansturm der Saison mit langen Warteschlangen und voll belegten Sitzplätzen.

Aktiv in die Natur ging es auch am Ostermontag. Mit Wanderleiter Joachim Kunz ging es zur Osterwanderung auf Schuster Rappen in den Frühling. Am Startpunkt, dem Osterbrunnen vor dem Rathaus, versammelten sich kurz vor Mittag über 60 Wanderfreunde jeden Alters. Rund sechs Kilometer führte die Tour durch Feld und Flur über den Querweg, den Martinsfelsen, Hundesportplatz und Burgstädtel bis zur Zwönitzquelle am Fuße des Schatzensteins, an der in den frühen Nachmittagsstunden das traditionelle Ostersingen stattfinden sollte.

Doch nicht nur als Wandergruppe war man unterwegs. Blickte man sich um, schien halb Zwönitz auf den Beinen zu sein. Mit Kind und Kegel, Fahrrad, Rucksack und dem treuen Vierbeiner an der Seite, zog es die Menschen unter freien Himmel.

Auf dem Platz des Hundesportvereins Zwönitz legten die meisten Ausflügler eine ausgedehnte Pause ein. Hier konnte man im Sonnenschein entspannen und bei leckeren Speisen vom Grill und den dazu gehörenden Erfrischungen Kraft tanken. Zudem warteten 16 Bleche mit frisch gebackenem Kuchen und Kaffee auf süße Leckermäuler. Über viele Jahre schon sorgen die Vereinsmitglieder am Ostermontag für eine äußerst angenehme Rast der Wandergäste. Dafür ist der gesamte Verein auf den Beinen. Inzwischen ist der Zwischenstopp bei den Hundesportlern kein Geheimtipp mehr, sondern zählt bei den meisten die Ostermontag auf Achse sind, zum absoluten Pflichtprogramm. Einige der Wanderer kommen auf ihrer Tour sogar ein zweites Mal, nämlich auf dem Heimweg vorbei. Ein klares Zeichen dafür, dass sich die Gäste hier wohlfühlen.

Bereits eine Stunde vor Beginn füllten sich im Waldstück an der Zwönitzquelle die Sitzplätze. Der Grill lief auf Hochtouren und aus dem Zapfhahn sprudelte erfrischender Gerstensaft. Mehr und mehr Leute rückten aus allen Himmelsrichtungen und Wegen zum Ostersingen an. Rund 350 Gäste werden es zu Spitzenzeiten gewesen sein.

Punkt 14 Uhr eröffneten die Jagdhornbläser der Erzgebirgischen Blasmusikanten Zwönitz/Affalter den bunten Nachmittag mit musikalischer Unterhaltung. Den Bläsern zur Seite stand der "Tasten-Män" Lutz Röckert aus Geyer. Er mischte sich mit seinem Ziehkastl und einer Mischung aus traditionellen bis witzig-deftigen Liedern unter die Gäste und sorgte im Wechselspiel mit den Jagdhornbläsern für gelungene Unterhaltung. Dabei nutzte das Publikum durchaus so manche Gelegenheit, begeistert in die Lieder einzustimmen. Leise und besinnliche Augenblicke zur Osterzeit bescherte Gerda Ketzscher aus Affalter mit den von ihr vorgetragenen Gedichten und Weisen. Dem Wetter und dem lauschigem Plätzchen sei Dank, blieben viele der Gäste auch nach dem offiziellen Programmteil noch sitzen. Im geselligen Miteinander ließ man hier einen traumhaft schönen Ostermontag ausklingen und machte sich dann zu Fuß und mit dem Rad wieder auf den Heimweg.

Am 8. April 1996 startete die Tradition des Ostersingens und zog seinerzeit eine Schar von rund 1000 Gästen an. Von den damaligen Organisatoren, der Fremdenverkehrsgemeinschaft "Silberland Erzgebirge", zu der die Städte Geyer, Elterlein, Grünhain und Zwönitz gehörten, ist Zwönitz als einzige Kommune übrig geblieben. Gegenwärtig sucht man nach Ideen, das Ostersingen neu zu gestalten und sich aus der Masse der Osterveranstaltungen abzuheben. Gefragt sind hierbei auch Leute und Vereine, die diese Neugestaltung mittragen wollen und können.

Während sich das Ostersingen und die Osterwanderung allein auf den Ostermontag konzentrierten, gab es an anderer Stelle bereits seit dem Gründonnerstag bzw. dem Karfreitag ebenfalls gern genutzte Ausflugsangebote. So beispielsweise in die Papiermühle. Hier wartete nicht nur das größte Osterei der Region auf die Besucher, sondern nach einem Rundgang durch das Areal der Mühle auch die Möglichkeit, Frühlings- und Osterschmuck mit einer gehörigen Portion an eigener Kreativität beim Papierschöpfen selbst herzustellen. Entspannt konnte man sich dann im Innenhof der Mühle niederlassen und Sonne und leibliche Genüsse aus der Gasthofküche genießen.

Genießen und entspannen war auch in Dorfchemnitz angesagt. Hier hatten die Freunde der Knochenstapfe ihr "Stampfencafé" das gesamte verlängerte Osterwochenende geöffnet. Hier lockten Kaffee und die inzwischen weithin bekannten, hausgebackenen Kuchen zur Genießerpause in den Stampfenhof. Zudem lohnte sich ein Blick in die Sonderausstellung "Die Hasen sind los" im Museum Knochenstampfe gegenüber, der einen Osterausflug nach Dorfchemnitz komplett machte.