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Reitsportler aus ganz Ostdeutschland und Bayern in Dorfchemnitz am Start

Rund 350 Teilnehmer im Spring- und Dressurreiten kämpften um Cup-Gewinne, Meistertitel und den Großen Preis der Stadt Zwönitz: Das Team des ausrichtenden Reit- und Fahrvereins Dorfchemnitz blickt erschöpft aber zufrieden auf ein gelungenes Turnierwochenende zurück. Bei bestem Wetter richteten die Dorfchemnitzer, gemeinsam mit vielen freiwilligen Helfern und Unterstützern, ihr diesjähriges Reit- und Springturnier aus.

Der große Preis der Stadt Zwönitz: Das Springen in der schweren Klasse S** am Sonntagnachmittag konnte der Vogtländer Hardy Heckel vom RFV Lengenfeld für sich entscheiden. Die damit schwerste von 34 Prüfungen des Turniers war jedoch nur einer der vielen sportlichen Höhepunkte des Wochenendes. Foto: Christine Bärisch

Frieda Beier vom Reit- und Fahrverein Zwönitz auf Padrysha im Führzügelwettbewerb. Hier holte sich die junge Nachwuchsreiterin den 1. Platz. Foto: Christine Bärisch

In den Wertungsprüfungen des Werner-Wetzel-Gedächtnis-Cups hatte Marvin Jüngel vom RSV Rothenburg OL die Nase vorn. Seit 2016 wird um diesen Ehrenpreis geritten, der dem Gedenken an das Dorfchemnitzer Pferdesport-Urgestein Werner Wetzel gewidmet ist. Foto: Christine Bärisch

Die erste Meisterschaftsteilnahme erlebte Johanna May. Die 13-Jährige ließ in ihrer Altersklasse die Konkurrenz hinter sich und sicherte sich auf heimischen Terrain den Kreismeistertitel. Foto: Christine Bärisch

Neben den sportlichen Höhepunkten sorgte auch das Schauprogramm, wie hier die kleinen Märchenreiterinnen und Reiter oder die Dressur-Quadrille mit 16 uniformierten Reiterinnen, für Begeisterung unter den Zuschauern und für viel Beifall.

Auch diese Auszeichnung wurde am Turniersonntag vergeben: Im Landeswettbewerb "Artgerechte und umweltverträgliche Haltung" 2017/18, erhielten der Reitstall von Silvio und Manuela Weiß (v. l. n. r.) in Thalheim, Kathleen Ullrich und Christin Baumgarten von der Silver-Rock-Ranch Elterlein sowie Bernd Rehropp vom Bauernhof Rehropp in Kühnhaide das Prädikat "Betrieb mit ausgezeichneter Tierhaltung" überreicht.

Rund 350 Aktive aus ganz Ostdeutschland und Bayern traten an drei Tagen in insgesamt 34 Prüfungen an. 1150 Starts in der Dressur und im Springreiten wurden von den Wertungsrichtern begutachtet. Neben den Wertungspunkten aus den Platzierungen, gab es jede Menge Sonderpreise zu gewinnen. Dazu gehörten neben dem Kreismeistertitel im Dressur- und Springreiten in verschiedenen Altersklassen auch der Werner-Wetzel-Gedächtniscup und der erstmals ausgetragene Erzgebirgscup der Stadt Zwönitz. Zudem ging es für den Reiternachwuchs um Wertungspunkte im Sächsischen Teenie-Dressur-Cup.

Weit über anderthalbtausend Zuschauer verfolgten auf dem Springparcours und am Dressurviereck gute bis großartige Leistungen in den Klassen A bis M. Sportlicher Höhepunkt waren die Springprüfungen der schweren Klassen S* am Samstag und das S** Springen um den „Großen Preis der Stadt Zwönitz“ am Sonntagnachmittag. Dieses konnte der Vogtländer Hardy Heckel vom RFV Lengenfeld für sich entscheiden. Mit lobenden Worten äußerte sich Heckel über das Turnier, das er schon seit einigen Jahren kennt und dem er einen aufstrebenden Charakter bescheinigte. Eine Meinung, die viele Aktive und Betreuer mit ihm teilten.

Bei den Siegen musste sich auch der gastgebende Verein nicht verstecken. So holte die erst 13-jährige Johanna May den Kreismeister-Titel in ihrer Altersklasse und ließ damit die Konkurrenz hinter sich. Es war ihre erste Teilnahme im Kreismeistervergleich, besser gesagt ihre erste Meisterschaft überhaupt. Dass sie dabei gleich den Titelgewinn auf heimischen Terrain einheimste, machte sie ganz besonders stolz. Auch Silvio Weiß konnte ob seiner sportlichen Leistung zufrieden strahlen. Er belegte mit seinem Pferd Picobella zweimal den zweiten Platz in Fehler-Zeitspringprüfungen.

Insgesamt hat sich das Dorfchemnitzer Reit- und Springturnier in den vergangenen zwei Jahren enorm weiterentwickelt. Auf sportlicher Ebene ist es auf dem höchsten Niveau angekommen, was die Region hergibt. Das bekräftigte auch Silvio Weiß, der Chef des gastgebenden Vereins. Dies möchte man auch in Zukunft so beibehalten. Um dieses Niveau zu erreichen, haben die Dorfchemnitzer viel Kraft und Arbeit investiert. Auch technische Neuerungen wie eine große Videowand, auf der alle Zuschauer die Teilnehmer der Springprüfungen aus nächster Nähe verfolgen konnten, waren ein weiterer Qualitätssprung.

Entscheidend für ein gelungenes Turnier sind natürlich auch die Rahmenbedingungen, die die Qualität der Veranstaltung letztlich ausmachen. Dass diese zu jederzeit optimal waren, darum kümmerten sich am gesamten Wochenende von früh bis spät rund 100 Helfer. Viele von ihnen waren auch straff in die Vorbereitungen mit eingebunden. Ein solches Turnier stampft man schließlich nicht von heute auf morgen aus dem Boden.

Aber auch das, was sich neben dem Springparcours und dem Dressurplatz abspielte, trug wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung mit bei. Dazu gehörten zwei Abendveranstaltungen im Festzelt am Freitag und am Samstagabend. Live-Musik und Wildschweinbraten sorgten für ein gefülltes Festzelt. Dieses Festzelt wurde am Sonntagmorgen komplett umgestaltet. In der Mitte stand nun ein Altar, an dem Pfarrer Michael Tetzner von der Zwönitzer Trinitatiskirchgemeinde, vor gut belegten Bänken den ersten Reitergottesdienst abhielt.

Erstmals gab es einen Kinder-Bauernmarkt mit vielfältigen Angeboten von Händlern, Fahrgeschäften und einer Entdeckerecke, in der sich die heimischen Hasen-, Geflügel- und Bienenzüchter präsentierten. Ein gelungenes Rundumprogramm, welches von den Turnierbesuchern gut angenommen wurde. „Unser Ziel war es, ein stimmiges Angebot zwischen Sport und Erlebnis für die gesamte Familie zu schaffen“, sagt Manuela Weiß, die sich für die Organisation des Turniers verantwortlich zeigt.

Alles in allem herrscht breite Zufriedenheit bei Teilnehmern, Besuchern und dem Organisations- und Turnierteam. Viele lobende Worte von Aktiven und Gästen geben Kraft für die nun bevorstehende Planung des Turniers im kommenden Jahr. Da hofft man natürlich auch auf eine so große Teilnehmerzahl und auf eine so breite Unterstützung von Helfern und Sponsoren. Bei denen möchten sich die Vereinsleitung und das gesamte Organisationsteam noch einmal herzlich bedanken.