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Zukunft des ältesten sächsischen Gasthauses ist gerettet

Seit 1537 steht das Hotel und Restaurant "Roß" im Zentrum von Zwönitz für regional-typische Gastlichkeit. Sein heutiges Aussehen verdankt es dem Architekten Paul Beckert, der das traditionsreiche Haus Anfang der 1940er Jahre erwarb, umgestaltete und wiedereröffnete. Seither haben einige Gastronomen dem "Roß" ein individuelles Gesicht verliehen.

Bürgermeister Wolfgang Triebert (l.) freut sich, dass er mit Familie Deckert einen seriösen und erfahrenen Partner aus der Region als Betreiber für das "Roß" gewinnen konnte. Gaston Deckert (r.), seine Frau Simone (2.v.r.) und Sohn Paul (2.v.l.), wollen die fast 500-jährige Geschichte des Hauses nun fortschreiben.

Dass diese fast 500 Jahre zurückreichende Tradition eine Zukunft hat, scheint seit vergangenem Freitag gesichert zu sein. Am 28. Juli unterzeichnete die zukünftige Betreiberin, die Gastronomiebetrieb Deckert GmbH, einen Pachtvertrag mit der Stadt Zwönitz. Damit nimmt die renommierte Gastronomen-Familie, die neben dem Berghotel Pöhlberg ein Schnellrestaurant in Annaberg und eine Apartmentanlage auf Rügen betreibt, das Zwönitzer "Roß" als viertes Objekt in ihr Portfolio auf. Der zukünftige Hausherr, Gaston Deckert, seine Frau Simone und Sohn Paul, der in vierter Generation in die Fußstapfen seiner Eltern tritt, fiebern schon heute der Eröffnung entgegen.

Bis zum 22. September, dem 26. Erzgebirgischen Pferdetag, soll der Gastronomiebetrieb wiedereröffnen und die ersten Gäste gepflegte Küche genießen können. Ab dem 30. November, pünktlich zu den Zwönitzer Hutzentagen und dem Beginn der erzgebirgischen Weihnacht, soll dann neben Restaurant und Steakhaus auch der Hotelbetrieb mit 30 Betten und 3-Sterne-Zertifizierung starten.

Bis dahin laufen unter Hochdruck die Sanierungsarbeiten am Objekt. Rund eine halbe Mio. Euro investiert die Stadt als Eigentümer des 2017 gekauften Hauses. Die Sanierung kam gerade noch rechtzeitig. Die knapp 80 Jahre seit der letzten Generalsanierung haben deutliche Spuren hinterlassen. Der prachtvolle hölzerne Balkon über dem Torbogen zum Innenhof ist beispielweise nicht mehr zu retten. Er muss aufwendig erneuert werden. Besser sieht es zum Glück mit den Holzbauteilen des Fachwerks aus, die zunächst in einem kritischeren Zustand eingeschätzt wurden.

Erfreulich dürfte diese Nachricht nicht nur für auswärtige Gäste sein, die das Haus aus der Vergangenheit kennen und schätzen. Denn auch die Zwönitzer selbst können sich mit der Wiedereröffnung auf eine Bereicherung des gastronomischen Angebotes im Ort freuen.