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Zwönitz ist Modellkommune "Smart City".

Eine Fachjury gab im Auftrag des Bundesinnenministeriums dem Zwönitzer Wettbewerbsbeitrag neben 12 weiteren aus über 100 Teilnehmern den Zuschlag. Im Ergebnis fließen in den nächsten 7 Jahren 5,3 Millionen Fördermittel, um unter intensiver Beteiligung der Bürger und örtlichen Unternehmen Projekte umzusetzen, welche die Stadt Zwönitz mit ihren Dörfern effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozialer machen.

Somit war die intensive Vorarbeit der Arbeitsgruppe mit Innenstadtmanager Martin Ahlheim, Stadtplanern, regionalen Firmen und Wissenschaftlern unter Leitung von Bürgermeister Wolfgang Triebert erfolgreich.
"Nun kann der ehemalige Speicher endgültig zu einem Innovationszentrum entwickelt werden, welches für ganz Südwestsachsen Bedeutung hat", so der Bürgermeister. Mit den bereits aus der Wirtschaftsförderung bewilligten 8 Mio. € wird das Gebäude bis 2022 grundhaft saniert. Mit den zusätzlichen Fördermitteln über Smart Cities können nun 5 Fachkräfte auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) 7 Jahre lang eingestellt werden, welche die für den digitalen Wandel notwendige technische Infrastruktur aufbauen, betreuen und für die Zwönitzer Bürger und Unternehmen nutzbar machen.
Im Mittelpunkt stehen dabei modern ausgestattete Räume zum einen als Forschungs- und Entwicklungsumgebung für regionale Unternehmen aber auch als Bildungszentrum für Schüler und Erwachsene. Ein weiterer Baustein ist das geplante „Internet der Dinge (IoT)“. Durch Verarbeitung einer Großzahl an Sensordaten sollen zum Beispiel kommunale Einrichtungen in Bezug auf den Energieverbrauch oder auch die Kundenfreundlichkeit optimiert werden.
Doch die meisten Projektinhalte stehen noch gar nicht fest. In den ersten beiden Jahren werden die gesammelten Ideen vertieft und abgewogen. Auch gerade hierfür soll eine neue Form der Bürgerbeteiligung realisiert werden, über eine städtische Kommunikations- bzw. Informationsplattform, die so genannte Zwönitz-App. "Die Bürger sollen noch enger in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden", so der Ausblick des Bürgermeisters. Als Beispiel nennt er die Idee eines digitalen Kaufhauses der Zwönitzer Einzelhändler und Dienstleister zum Erhalt eines attraktiven Stadtzentrums. Der Onlinehandel führt in den Innenstädten zu massiven Umsatzrückgängen. Um zu überleben, könnten die traditionellen Ladengeschäfte auf einer gemeinsamen Onlineplattform zusätzliche Kundenkreise gewinnen. Diese Projektidee soll jedoch nur umgesetzt werden, wenn sich nach intensiver Diskussion sowohl Anbieter als auch Kunden davon Vorteile versprechen.
Für Zwönitz ist die Ernennung zur Modellkommune eine große Chance. Sicherlich ist sie für Verwaltung und Stadtrat mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. Aber die hier entwickelten Projekte sollen für alle Kommunen in der Bundesrepublik als Vorbild dienen, was einen erheblichen Imagegewinn bedeutet. Auch für Marco Wanderwitz, den parlamentarischen Staatssekretär des Bundesinnenministers, ist es für die Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden wichtig, dass sie „smart“ werden. "Deshalb unterstützt das BMI als Bauministerium mit Modellprojekten die kommunale Familie. Ich freue mich, dass zwei der 13 ersten geförderten Modellkommunen aus Sachsen sind, eine davon, die Bergstadt Zwönitz, aus meinem Wahlkreis. Wie schon so oft ist Zwönitz damit innovativer Vorreiter. Zukunft kann auch der ländliche Raum!", so unser Wahlkreisabgeordneter.