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Zwönitzer Stadtbibliothek wird digital - Analoges Angebot wird durch digitale Online-Leihe ergänzt

Wann hatten sie das letzte Mal die Gelegenheit ein gutes Buch zu lesen? Gehören sie auch zu dem knappen Viertel der Bevölkerung, die es im Jahr auf zwanzig gelesene Bücher bringt - oder gar zum "harten Kern", der auch schon mal fünfzig Bücher verschlingt? Egal wieviel man tatsächlich liest - schon immer ist es eine gute Alternative sich ein Buch zu leihen, bevor man in den Kauf investiert.

Zu den Büchern und Medienbeständen in den Regalen der Zwönitzer Stadtbibliothek sind rund 6000 digitale Medien dazu gekommen, die man sich als Mitglied der Bibliothek nun auch Online ausleihen kann. So kann man nun Bücher und Zeitschriften via App auch auf sein Smartphone oder Tablet laden.

Über einen Internetzugang kommt man in das Online-Angebot mit über 6000 Medien. Hier kann man Bücher und Zeitschriften, unabhängig von Öffnungszeiten, bequem von zu Hause aus ausleihen und am heimischen PC lesen.

Die Zwönitzer Stadtbibliothek bietet für jeden Geschmack eine üppige Auswahl. Tausende Bücher in Form von Belletristik, Sach- und Fachliteratur - einschließlich allgemeine und spezielle Nachschlagewerke - füllen die Regale. Hinzu kommen CDs mit Musik, Hörbüchern zu Sach- und Gesundheitsthemen, DVDs für Kinder sowie Zeitschriften für alle Altersgruppen. Für einen äußerst schmalen Taler kann man hier Mitglied werden und die hier vorhandenen Bücher und Medien entleihen. Kinder zahlen momentan einen Jahresbeitrag von 25 Cent, Erwachsene einen Euro. Ein wirklich soziales Angebot, der jedem - unabhängig von seinem Einkommen - ein abwechslungsreiches Lesevergnügen ermöglicht.
Bisher führt die Stadtbibliothek, die seit Mitte der 1980er Jahre ihren Sitz in der alten Schulstraße hat, über 800 aktive Nutzer. Rund 25.600 Werke wurden allein im vergangenen Jahr entliehen.

Damit die Mitglieder ein gut sortiertes und aktuelles Angebot vorfinden, muss der Bestand an Medien ständig erneuert werden. Jährlich fließen über 10.000 Euro an Fördermitteln, die für die Anschaffung neuer Medien eingesetzt werden.
Als Voraussetzung für diese finanzielle Unterstützung knüpfen die Fördermittelgeber ihre Zahlung an bestimmte Mindeststandards. Dazu zählt zum einen fest angestelltes Fachpersonal. Neu hinzu kam, den Mitgliedern der Bibliothek die Möglichkeit zu geben, Medien online auszuleihen.

Seit dem 5. März ist Online-Leihe nun möglich. Bücher, Zeitschriften und Hörbücher können seitdem über einen Link auf der Internetseite der Stadt Zwönitz (Opens external link in new windowwww.zwoenitz.de/stadtleben/kultur-freizeit/bibliothek/) beim Dienstanbieter onleihe.de auf dem PC oder über Apps auf Tablets und Smartphones ausgeliehen, gelesen bzw. angehört werden. Über 6.000 verschiedene Medien stehen den Mitgliedern der Bibliothek nun zur Verfügung. Das Angebot soll in Zukunft weiter wachsen.

Die Ausleihe speziell auf mobilen Geräten hat für den Nutzer durchaus einige Vorteile. Denn man ist damit nicht nur unabhängig von Zeit und Ort. Die ausgeliehenen Medien passen auch in die Jackentasche oder Handtasche und man kann in den Büchern komfortabel mittels Suchfunktion genau dass finden, wonach man sucht. Gerade bei Fachliteratur ist diese Funktion sehr bequem und spart viel Zeit.

Der Einzug der Moderne in das altehrwürdige Medium Buch ist durchaus keine Schnapsidee. Immer mehr Kommunen, die sich eine Bibliothek leisten, bieten diese Verleih-Möglichkeit an. Auch Statistisch gesehen geht der Trend nach E-Books und E-Paper nach oben. Im Bereich der Bücher sind es vor allem Fach- und Taschenbücher, die diese Entwicklung bestätigen. Auch bei den Zeitschriften ist dieser Trend unaufhaltsam. Schon heute liegt der Anteil der Deutschen, die zumindest ab und zu E-Books lesen, bei rund 25 Prozent. Gut denkbar, dass es einige gibt, die mit der Online-Leihe ihre Leselust wiederentdecken werden. Ein durchaus komfortabler Weg, sich das lesen wieder anzugewöhnen.

Das Angebot einer städtischen Bibliothek ist in der heutigen Zeit in Städten vergleichbar mit Zwönitz keine Selbstverständlichkeit. Viele Kommunen haben den Betrieb ihrer Bibliotheken in den vergangenen Jahren eingestellt. Die Stadt hält auch zukünftig weiter am Angebot einer städtischen Bibliothek fest. Mehr noch - man möchte auch in den "analogen" Bestand der Bibliothek investieren. So wurde im neuen Doppelhaushalt 2019/2020 entsprechende Mittel eingeplant. Im Jahr 2020 soll die Bibliothek mit neuen Regalsystemen ausgestattet werden. Damit soll sich auch der Komfort für diejenigen erhöhen, die nach wie vor dem klassischen, gedruckten Buch den Vorzug geben. Letztlich sind E-Book und Co. derzeit als sinnvolle Ergänzung zu werten. Das Buch in seiner herkömmlichen Form wird - zumindest in naher Zukunft - sicherlich nicht aussterben.