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Kommt jetzt auch noch ein „NetDoktor“ mit Schwester „Agnes“ auf der E-Schwalbe?

Bürgermeister Wolfgang Triebert begrüßt Dr. med. Martin Grzelkowski (m) und Krankenschwester Claudie Müller (l.) im neuen Praxisraum der „alten Schuhfabrik“.

Bürgermeister Wolfgang Triebert begrüßt Dr. med. Martin Grzelkowski (m) und Krankenschwester Claudie Müller (l.) im neuen Praxisraum der „alten Schuhfabrik“.

Warum nicht? Lustig, interessant oder besorgniserregend? Wie finden Sie die Vorstellung, dass eine Krankenschwester zu Ihnen kommt, Blutdruck misst, sich dann Ihre Fragen notiert und Beschwerden hinterfragt, um im Anschluss das iPad anzuschalten und eine Verbindung zum Doktor herzustellen? Dieser erscheint dann auch vor Ihren Augen, geht auf Ihre Fragen ein und bei einer möglichen Diagnose stellt er das Rezept aus, welches dann digital an die Apotheke ihrer Wahl geschickt wird. Undenkbar? Keineswegs.

Dass es funktioniert, davon ist Dr. med. Martin Grzelkowski überzeugt. Er ist neben seiner Arzttätigkeit auch wissenschaftlicher Mitarbeiter des Universitätsklinikums in Leipzig und wird die neue Technik testen. Und das auch in und für Zwönitz. Der Allgemeinmediziner hat seine Praxis in Rochlitz. Die Diakonie Erzgebirge, mit der er im engen Kontakt steht, bat ihn, auch für Zwönitzer Patienten da zu sein. Die Diakonie betreibt zum Beispiel das Altenpflegeheim Bethlehemstift. Dort war es mitunter der Fall, dass Neuzuzüge keinen Hausarzt in Zwönitz finden konnten. Durch diese Situation entschieden sich einige ältere Menschen für eine Einrichtung in einem anderen Ort. Künftig wird für diese Fälle Dr. Grzelkowski mit seiner Krankenschwester Claudia Müller zur Verfügung stehen. Natürlich aber auch für alle Zwönitzer, die noch keinen Hausarzt haben. Da die Diakonie Erzgebirge auch eine Tagespflege in der Franz-Schubert-Straße 9-11 beziehen wird, hat sich Dr. Grzelkowski ebenfalls für einen Praxisraum in der ehemaligen Schuhfabrik entschieden. Der gebürtige Berliner ist seit 2007 in Rochlitz zu Hause und betreibt seine Praxis als eine Lehrpraxis der Universität. Besondere Kenntnisse und Erfahrungen hat er im Umgang mit älteren Menschen.

Am 7. Januar, dem ersten Praxistag, konnte das Zweier-Team jedoch noch nicht voll durchstarten, da die Möbel nicht geliefert wurden. Bürgermeister Wolfgang Triebert nutzte die Gelegenheit für einen Besuch, um den Arzt und die Krankenschwester willkommen zu heißen. Schnell war ein „smarter Draht“ hergestellt und der Geist, sich den Herausforderungen der digitalen Zukunft zu stellen, beflügelt.

Dr. med. Martin Grzelkowski und Krankenschwester Claudia Müller freuen sich auf Zwönitz. Die Arztsprechstunde wird vorerst immer am Dienstag von 13:00 – 18:00 Uhr stattfinden. Ein zweiter Tag wird noch in Erwägung gezogen. Zusätzlich ist Claudia Müller noch am Montag und Donnerstag von 10:00-12:00 Uhr vor Ort erreichbar. Telefonisch können Termine unter 037754-149790 vereinbart werden.

Die Stadt Zwönitz und die Redaktion des Zwönitzer Anzeigers wünschen einen guten Start und immer einen sehr guten persönlichen wie auch digitalen Draht zu den Patienten.