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Dorfchemnitzer RFV feiert hochkarätigstes Freilandturnier im Pferdesport in Sachsen

Ann-Sophie Seidel mit Ihrer Stute Toquadriga sicherten sich den Sieg in der Sichtung zur Deutschen Amateurmeisterschaft.

Mit dem Wimpernschlag von 0,5 Notenpunkten konnte sich die Sachsen-Anhaltinerin Dr. Tina Böhme und Lara Craft den Sieg im Finale der großen Dressur Tour sichern.

Michael Kölz und Lot of Scope trotzdem dem Regen und gewannen das Finale der Großen Tour.

V.l.n.r: Bürgermeister Wolfgang Triebert, Vereinsvorsitzender Silvio Weiß, Sieger des S*** Springens Michael Kölz, Anett Lindner, Karla Lindner (Tochter und Mutter, langjährige Sponsoren und Inhaber der Firma Normteile Lindner), Jens Römling (Hauptsponsor Erzgebirgssparkasse).

Die Dorfchemnitzer rund um ihren Vorsitzenden Silvio Weiß haben sich das Jubiläumsjahr des Vereins sicher etwas anders vorgestellt, aber sie ließen sich von den Einschränkungen in Folge der Corona-Pandemie nicht entmutigen und stellten unter Beachtung aller aktuellen Auflagen vom 17. - 19. Juli ein Turnier auf die Beine, welches in diesem Jahr wohl das sportlich höchstkarätige Freilandturnier in Sachsen sein wird.

Die erst ab 18. Juli und nach kurzfristig eingereichtem Hygienekonzept erlaubten Zuschauer konnten sich dabei auch voll auf das sportliche Programm konzentrieren, denn die anderen bekannten Highlights wie der Bauernmarkt oder die Events im großen Festzelt konnten Corona-bedingt nicht stattfinden. Das Prüfungsprogramm war an den drei Tagen vollgepackt und bot in Dressur und Springen je drei Touren für Reiter aller Leistungsklassen. Die sportlichen Highlights waren hier sicher die S** Dressur und das S*** Springen am Sonntag aber auch um die Kreismeistertitel in Dressur und Springen entwickelten sich spannende Wettkämpfe. Jugendcups und Sichtungen zur Deutschen Amateurmeisterschaft rundeten das sportliche Programm ab.

Einer der Höhepunkte war am Sonntag die Ehrung der Kreismeister. Für die Gastgeber gab es gleich mehrfach Edelmetall, so sicherte sich Enie-Lou Mielich den Sieg in der Dressur der Junioren und im Springen wurde sie Dritte. Johanna May konnte zwei mal die Silbermedaille erringen, in der Dressur der Junioren und in der Dressur der offenen Klasse. Im Springen der offenen Klasse erritt sich Silvio Weiß den 3. Platz mit seiner Stute Picobella.  

Michelle Wagner (25) vom RFV Wolkenstein jubelte über Gold im Springen der offenen Klasse. "Es ist genügend Konkurrenz dagewesen und die Parcours waren anspruchsvoll", so die frischgebackene Erzgebirgsmeisterin. In der offenen Dressur hatte die 22-jährige Katrin Günthner vom RFV Börnichen die Nase vorn. Wolf-Dieter Quack, Geschäftsführer des Pferdesport-Kreisverbandes Erzgebirge, lobte die Organisatoren für den reibungslosen Ablauf. "In Dorfchemnitz tragen wir gern die Kreismeisterschaft aus." Die Leistungen der Reiter-Pferd-Paare seien unterschiedlich, aber insgesamt gut. "Eine Entwicklung nach oben ist immer möglich. Die Ergebnisse sollten für die Trainer Ansporn sein, ihre Schützlinge auf ein noch höheres Niveau zu führen."

Manuela Weiß vom gastgebenden RFV baute für das Turnier ihren ersten Parcours für ein S*** Springen auf. "Aufregung ist dabei, wenn Namen, wie André Thieme, Michael Kölz, Robert Bruhns und Felix Ewald in der Startliste stehen. Denn das sind Sportler, die in der Reiterwelt Rang und Namen haben." Thieme vom RFV Plau am See ist international aktiv und hat aktuell ein Pferd auf der Liste für Olympia stehen.

Der 45-Jährige mit Wurzeln im Erzgebirge fühlte sich in Dorfchemnitz pudelwohl. "Mein Vater Michael und Rolf Günther haben in diesem Reitverein mitgewirkt und die Grundsteine ihrer Karrieren gelegt. Dieses Jahr hat es endlich einmal geklappt, dass ich hier starten kann. Mir gefällt es sehr gut", so André Thieme. Beim Großen Preis - eine Springprüfung mit Stechen der Klasse S*** - wurde er hinter Michael Kölz vom PSV Leisnig Zweiter. Der Sieger gewann gleichzeitig den Werner-Wetzel-Gedächtnis-Cup. 

Nach der langen Durststrecke ohne Turniere waren die Reiter dankbar und fanden aus ganz Deutschland den Weg nach Dorfchemnitz. So waren 250 Reiter mit 800 Pferden am Start. Keine leichte Aufgabe für den nur knapp 100 Mitglieder zählenden Verein, das alles logistisch und auflagenkonform zu managen. Mit viel Engagement und Enthusiasmus aller Helfen gelang diese Herausforderung und die Reiter fühlten sich wie jedes Jahr wohl.

Text: RFV Dorfchemnitz e.V.