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Zwönitzer ERZmobil – Lösung für mobile Alltagsprobleme?

Konrad, Franz und Emma: Die fiktiven Zwönitzer haben eigene Bedürfnisse und Anforderungen an ein Mobilitätsangebot. Was haben sie gemeinsam? Alle haben Vorteile durch das ERZmobil.

Die Präsentation der Ergebnisse des Workshops war der Abschluss der Veranstaltung.

Alle Teilnehmer wollen auch weiterhin am Projekt mitarbeiten und sich einbringen.

Kurz vor 22 Uhr: gut 20 Menschen verlassen gut gelaunt den Festsaal der Brauerei in Zwönitz. Nun könnte man denken, sie kommen von einer Familienfeier. Weit gefehlt. Sie waren Teilnehmer des nunmehr 2. Mobilitätsworkshops der Smart City Zwönitz. Gut vier Stunden intensives Arbeiten und diskutieren über die Zukunft der Mobilität in unserer schönen Bergstadt liegt hinter ihnen. Doch der Enthusiasmus, der einem auch nach der Veranstaltung entgegen strahlt, ist nicht zu übersehen. Für alle war die Veranstaltung sehr gelungen, mit Ergebnissen, welche einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu neuen Lösungen darstellen.

Ziel war es, eine Vorstellung zu entwickeln, wie Mobilität in Zwönitz durch das ERZmobil-Projekt verbessert werden kann und dieses System auch in seinen ersten Zügen zu beschreiben. Aber das nicht willkürlich, sondern basierend auf den Bedürfnissen und Eigenschaften drei ganz unterschiedlicher (fiktiver) Personen, die jeweils einen typischen Einwohner unserer Stadt repräsentieren. Da gab es den 14-jährigen Schüler Konrad aus Kühnhaide mit wachsendem Wunsch nach Unabhängigkeit, der in einem Sportverein in Chemnitz wöchentlich trainiert und seine Freizeit am liebsten mit seiner Freundin aus Hormersdorf verbringt. Oder den Familienvater Franz aus Lenkersdorf, der neben Beruf auch die Bedürfnisse seiner Familie unter einen Hut bekommen muss und zukünftig gern auf den ehrenamtlichen Nebenjob als Elterntaxi verzichten möchte. Oder die 76 Jahre alte Emma aus Günsdorf, die vor allem flexibel in die Stadt zum Einkaufen oder zum Arzt kommen muss, technischen Neuerungen aber offen gegenübersteht. Jeweils eine kleinere Gruppe befasste sich über den Abend genau mit je einer Person und wie dieser mit neuen Angeboten geholfen werden könnte, sich besser in der Stadt und den Ortsteilen zu bewegen. Dabei ging es zum Beispiel um Fragen, wie ein entsprechender Rufbus ausgestattet sein müsste, wie eine App auf dem Smartphone funktionieren könnte, welche Möglichkeiten zur Bezahlung bestehen sollen oder welche speziellen Probleme bei einer Umsetzung auftreten könnten. Viele Details wurden diskutiert und durch die Moderatoren in den Gruppen aufgenommen. Dabei ließen alle Teilnehmer auch ganz persönliche Erfahrungen mit einfließen und erfüllten unsere drei Personas so mit Leben. Am Ende kamen alle in großer Runde zusammen und präsentierten sich die Ergebnisse untereinander. Und bereits da merkte man, dass trotz der doch sehr unterschiedlichen fiktiven Charaktere in den jeweiligen Gruppen, häufig ähnliche Gedanken gefasst und diskutiert wurden. Es zeigte sich aber auch in allen Gruppen, das sowohl verschiedene Arten der Nutzung für ganz verschiedene Zwecke notwendig sind und bei der Entwicklung berücksichtigt werden müssen – ein wichtiger Auftrag für das Smart City Team. Letztendlich bedankten sich alle bei den Veranstaltern. „Die Zeit ist wie im Flug vergangen, und dabei konnten wir wirklich viele verschiedene Themen ansprechen.“ war von einem Teilnehmer zu hören, „Vor allem die Methodik hat mir sehr gut gefallen, so wurde es nie langweilig.“ von einem anderen. Und auch das breite Spektrum von Teilnehmern machte den Workshop aus. Von jungen Zwönitzern, die tagtäglich zu Ausbildung oder Beruf pendeln, bis hin zu Senioren, waren alle an diesem Abend vertreten und konnten sich mit in die Diskussion einbringen.

Im Nachgang der Veranstaltung werden nun alle Hinweise und Anmerkungen noch einmal aufgearbeitet und in ersten Ideen und Entwürfen, beispielsweise für eine Mobilitätsapp, Möglichkeiten einer Umsetzung aufgezeigt. Dabei werden uns Konrad, Franz und Emma, und damit viele Zwönitzer, die sich in diesen drei Charakteren wiederspiegeln, auch weiter begleiten. Und dann wird es wirklich spannend, denn dann wird auf Basis der Ergebnisse ein Entwicklungspartner gesucht, der die ERZmobil-App entwickelt.  Das Smart City Team organisiert nun eine entsprechende Ausschreibung, damit so  in den nächsten Wochen weitere Erfolge im Mobilitätsprojekt zu verzeichnen sind. Erfolge, an denen auch die Zwönitzer Bürger mitwirken und teilhaben. Und so ist es nicht verwunderlich, dass alle Teilnehmer des Workshops ihre weitere Mitarbeit zugesagt haben. Dr. Benedict, der Leiter des Smart City Teams, erklärte dass das auch wichtig ist: “Es soll das ERZmobil der Zwönitzer werden – eine bedarfsgerechte Lösung, gestaltet durch Bürger. Dafür an alle, die sich engagieren schon einmal ein dickes Dankeschön!”