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Wie weiter mit Erntedank, Kirmes und den Hutzentagen? Die aufwendigen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

Dominik Naumann (Vorstand des Gewerbevereins, links), Antje Neef (Bereich Kultur der Stadtverwaltung, Mitte) und Wolfgang Triebert (Bürgermeister, rechts) diskutieren derzeit intensiv, wie in diesem Jahr ein toller Bauernmarkt zu Erntedank stattfinden kann.

So sieht der aktuelle Entwurfsplan des Festgeländes des Bauernmarktes aus.

Auf die Kulturbühne oder den Umzug müssen die Besucher des Bauernmarktes
in diesem Jahr leider verzichten.

Kaum eine andere Stadt im Erzgebirge ist in den Köpfen der Region verbunden mit ihren Großveranstaltungen wie Zwönitz. Sei es Anfang des Jahres die Lichtmess, die Sommer Oldies, der Zwönitzer Pferdetag und Erntedank oder die Hutzentage. Jährlich zieht es mit diesen einmaligen Festivitäten tausende Besucher in unsere Stadt. Verbunden ist dabei jedes dieser Feste mit einem hohen organisatorischen Aufwand, der bereits Monate vor der eigentlichen Veranstaltung beginnt. In diesem Jahr ist dabei alles anders. Die Corona-Pandemie beeinflusst neben den vielen Einschränkungen für Privatpersonen und Gewerbetreibende natürlich auch die Möglichkeit der Durchführung unserer beliebten Festlichkeiten. Viele Städte haben sich bereits dazu entschlossen, Veranstaltungen ersatzlos zu streichen. Denn der Planungs- und Realisierungsaufwand ist ungleich höher. Aufgrund der besonderen Tradition in Zwönitz möchte die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit allen Partnern dennoch an einer angepassten Durchführung festhalten. Und somit erarbeitet sie derzeit mit viel Kopfzerbrechen ein Konzept, das jährliche Erntedankfest in Form eines Bauernmarktes zu veranstalten. Dabei zwingen die aktuellen Festlegungen der Corona-Schutzverordnung zu vielen Kompromissen. Die größte Herausforderung werden dabei die zahlreichen Besucher. So ist geplant, das Veranstaltungsgelände abzusperren und das Betreten und Verlassen des Geländes über fünf verschiedene Zugänge zu ermöglichen.

Maximal 1.000 Besucher dürfen sich dann gleichzeitig auf dem Bauermarkt befinden. „Wir wollen alles so transparent und reibungslos wie möglich für unsere Besucher gestalten.“ sagt Bürgermeister Wolfgang Triebert. Und so wird es Besucherzähler an den Ein- und Ausgängen geben und die aktuelle Besucherzahl sogar online verfügbar sein. „So kann jeder selbst entscheiden, ob sich der Aufbruch zum Markt gerade lohnt, auch wenn der Besucherzähler auf 980 steht.“ so Triebert weiter. Auch das kulturelle Programm wird erheblich eingeschränkt. Eine Bühne wird es leider nicht geben, nur vereinzelte, kleinere kulturelle Highlights werden sich unter das Marktgeschehen mischen.

Des Weiteren benötigt es natürlich für diese Veranstaltung ein umfangreiches Hygienekonzept, sowie ein entsprechend angepasstes Sicherheitskonzept. Ersteres wurde bereits vom Landratsamt bearbeitet und genehmigt. Und so soll der Bauernmarkt zu Erntedank auch eine erste Probe für die kommenden Monate in Zwönitz sein. Wenn erfolgreich stehen dann die Hutzentage am ersten Adventswochenende vor der Tür. „Die Hutzentage sind der Jahreshöhepunkt im Zwönitzer Festkalender und für Einzelhandel und Übernachtungsgewerbe sehr wichtig. Ein Ausfall würde noch größere Löcher in so manche Kasse reißen und sicherlich Existenzen bedrohen.“ sagt der Bürgermeister. Viele Buchungen bestehen bereits seit letztem Jahr, für viele das Highlight in einem unter normalen Umständen vollen Veranstaltungskalender in der Region. Zurzeit noch nicht geklärt ist die Frage zur Durchführung der Kirmes, da die Beschränkung auf maximal 1.000 Besucher noch bis Ende Oktober gilt und die Wirtschaftlichkeit somit kaum gegeben ist. Der Gewerbeverein wird in den nächsten Wochen eine diesbezügliche Entscheidung fällen. Und so hoffen in Zwönitz alle, dass die Planung und Umsetzung des Bauernmarktes ein Erfolg wird und somit auch weiteren Veranstaltungen in Zwönitz in diesem Jahr nichts im Wege steht.