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Zwönitzer Kameratechnik bringt die Papiermühle ins eigene Wohnzimmer

Die genaue Ein- und Ausrichtung der Kameratechnik ist besonders wichtig für gelungene Aufnahmen.

Die 360 Grad Kamera soll noch viele andere Orte und Sehenswürdigkeiten in Zwönitz auf eine ganz neue Art erlebbar machen.

Betrachtet man die besondere Kamera der Dr. Clauß Bild- und Datentechnik GmbH aus Zwönitz, mit der Dr. Martin Benedict, CDO der Stadt und Projektleiter des Smart City Teams, die ersten Aufnahmen im Museum Papiermühle erstellt, so kann man bereits erahnen, das viel technisches Knowhow in die Entwicklung des Gerätes geflossen ist. Mit der speziellen Kamera werden 360-Grad-Fotos aufgenommen, welche dann zu einem virtuellen Rundgang kombiniert werden können. So können Museen, öffentliche Einrichtungen oder auch Geschäfte digital begehbar gemacht werden. In Zeiten von Corona und darüber hinaus eine tolle Möglichkeit, sich auch ohne direkten Kontakt zum Beispiel einen Überblick über aktuelle Ausstellungen verschaffen zu können.

Die technischen Daten der Kamera klingen dabei imposant: 360° x 180° Aufnahmen, 500 Millionen Pixel Auflösung, 26 Blendenstufen und eine Aufnahmedauer von nur 4 ½ Minuten für eine vollständige 360 Grad Aufnahme, und das alles mit nur einem Klick. Dabei ist die Detailtreue der Aufnahmen wirklich etwas Besonderes. So kann ein Stecknadelkopf auch auf 10 Meter Entfernung noch scharf dargestellt werden. Eine gute Planung gehört aber auch dazu, denn es müssen die passenden Standorte im Raum gefunden werden, um einen Großteil der Ausstellung sichtbar zu machen. Insgesamt 18 Aufnahmen im Außen- und Innenbereich wurden so in der Papiermühle in Niederzwönitz gemacht und werden nun für einen virtuellen Rundgang aufbereitet. Eine besondere Möglichkeit, die tolle Ausstellung allen Menschen zugänglich zu machen. „Aktuell lässt sich das Thema Barrierefreiheit in unserem Museum nicht sinnvoll umsetzen. Durch den virtuellen Rundgang ermöglichen wir beispielsweise auch Rollstuhlfahrern einen Einblick in die Ausstellung im ersten Obergeschoss oder im Dachgeschoss.“, sagt die Museumsleiterin Paula Stötzer. Natürlich kann man sich auch von zu Hause aus auf PC, Tablet oder Smartphone, oder sogar der eigenen Virtual Reality Brille, die Aufnahmen anschauen. Damit trägt das Smart-City-Projekt dazu bei, die Stadt und Ihre Einrichtungen besser zugänglich zu gestalten und so durch Digitalisierung auch Bürgern mit Einschränkungen die Teilnahme am Stadtleben zu ermöglichen. Bis es soweit ist, vergehen aber noch einige Wochen. Geplant ist die Veröffentlichung des 360°-Rundgangs für den September.

Weitere Projekte sollen zukünftig folgen. Erste virtuelle Ladenrundgänge wurden bereits aufgenommen. Bei Interesse weiterer Händler oder Gastronomen kann so ein ganzer Stadtplan an virtuellen Schaufenstern entstehen. Außerdem soll eines der umfangreichsten Bauprojekte der Stadt, der Umbau des Zwönitzer Speichers in ein Gewerbe- und Innovationszentrum, von Anfang an mit der 360-Grad Technik begleitet werden und den interessierten Zwönitzern und darüber hinaus, einen direkten Einblick in den Umbau ermöglichen. Auch soll die Technik für Ideen der Bürger eingesetzt werden. So können sich interessierte Bürger mit Ideen und Anwendungsmöglichkeiten an das Smart City Team wenden.