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Vorbereitungen für den Bauernmarkt laufen unter Hochdruck - technische Raffinessen sind Teil des Hygienekonzeptes

Die Vorzeichen in Richtung der beliebten und stets gut besuchten Zwönitzer Festlichkeiten gegen Ende des Jahres standen vor einigen Monaten nicht gut. Durch die Corona-Pandemie war es lange nicht absehbar und zeitweise auch äußerst unrealistisch, dass Großveranstaltungen überhaupt stattfinden können. Doch die Zeiten haben sich etwas entspannt und so stand für die Stadtverwaltung nach reichlich Überlegungen fest: wir führen einen Bauernmarkt zu Erntedank durch. Die traditionellen Erntedankfeierlichkeiten in Verbindung mit dem Erzgebirgischen Pferdetag konnten so natürlich in diesem Jahr nicht umgesetzt werden. Ein neues Konzept musste her, um den Zwönitzern und den Menschen in der Umgebung dennoch etwas bieten zu können. Die Konzepte der Stadt wurden allesamt vom Landratsamt bestätigt und nun heißt es: am 26.09.2020 und am 27.09.2020: Willkommen zum ersten Bauernmarkt zu Erntedank!

Maximal 2700 Besucher sind erlaubt. Smart City macht auf der Hompage der Stadt Zwönitz die aktuellen Besucherzahlen sichtbar. Das kann jedem bei der Entscheidungsfindung für einen Besuch helfen.

Nähere Informationen zum Programm: hier

Doch auf was kann ich mich als Besucher an den beiden Tagen freuen? Verschiedene Streetfood-Angebote und Straßenkünstler erwarten die Besucher am Samstag. Am Sonntag startet das Markttreiben nach dem Erntedank-Gottesdienst in der Zwönitzer Innenstadt. Der Gottesdienst beginnt um 10:00 Uhr. An beiden Tagen ist die festlich geschmückte Kirche offen. Insgesamt haben sich 65 Händler für den Markt angemeldet. Wir freuen uns auch, dass es gelungen ist, viele regionale Direktvermarkter für den Markt gewinnen zu können, welche sonst ihren Stand im Gelände am Kartoffellagerhaus der KAZ aufgebaut hatten.
Auch die Pilzberater der Region werden zwei Tage einen Stand betreuen. Die Ein- und Ausgänge zum Festgelände befinden sich auf der Annaberger Straße, Rathausstraße Höhe Mühlstraße, Mühlberg beim Parkplatz, Kirchstraße unterhalb der Kirche in Richtung Markt sowie auf der Heinrich-Heine- Straße Höhe Hausnummer 1. An den fünf Ein- und Ausgängen werden die Besucher gezählt, die Nachverfolgung erfolgt über die Aufnahme von Adressdaten. Auf eine große Bühne werden wir in diesem Jahr verzichten, setzen aber dennoch kleine kulturelle Höhepunkte. Am Samstag wird die Eröffnung traditionell mit dem Allianz-Posaunenchor zur Einfahrt der Erntekrone und mit Vertretern aus Landwirtschaft und Politik gefeiert, so wie wir es vom Gelände der KAZ kennen. Die Besucher können sich auf Drehorgelklänge freuen, welche garantiert frei von Aerosolen sind und auch das Kinder- und Jugendtheater Burattino wird Angebote für die Jüngsten bereithalten. Sonntagfrüh beginnen wir mit einem festlichen Gottesdienst zu Erntedank. Im Anschluss werden Bürgermeister Wolfgang Triebert und Braumeister Dominik Naumann ein Fass Festbier aus der Zwönitzer Brauerei anstechen, musikalisch begleitet von der Schalmeienkapelle Steinbach.

Auf eine Tierschau müssen wir in diesem Jahr verzichten, dafür wird „Jochen der Elefant“ im Marktgelände unterwegs sein.
Trotz aller Planungen zur Einhaltung von Mindestabständen, der Abgrenzung des Areals oder der geforderten Nachverfolgungsmöglichkeit der Besucher stand eine Frage lange unbeantwortet: Wie können wir sicherstellen, dass sich nur die entsprechend genehmigte Anzahl an Besuchern auf dem Areal des Bauernmarktes aufhält? Und hier kommt das Smart City Team ins Spiel. Verschiedene technische Varianten wurden geprüft (und wieder verworfen), bis man bei der wirtschaftlichsten und vor allem noch für viele andere Dinge nutzbaren Lösung angekommen war: die Installation einer LoRaWan-Antenne auf dem Zwönitzer Rathaus in Verbindung mit vernetzten Klickzählern an den Eingängen, welche die aktuellen Zahlen in Echtzeit untereinander abgleichen und so die immer aktuelle Gesamtbesucherzahl darstellen. Diese Zahl sehen die Mitarbeiter an den jeweiligen Eingängen und können so zeitnah reagieren.
Außerdem wird die Besucherzahl auch direkt auf der Homepage der Stadt zu sehen sein. So kann jeder immer direkt selbst entscheiden, ob sich gerade ein Besuch des Marktes lohnt oder die Obergrenze bereits erreicht wurde. LoRaWan steht dabei für Long Range Wide Area Network, was nichts anderes bedeutet als ein Netzwerk, welches ein äußerst energieeffizientes Senden und Empfangen von Daten über lange Strecken ermöglicht. Mit LoRaWAN ist es möglich, mehrere hundert Sensoren innerhalb eines Netzwerkes zu verwalten und Sensordaten zu verarbeiten. Die Sensoren können bis zu zehn Jahre ohne Batteriewechsel betrieben werden, was den Wartungsaufwand erheblich einschränkt. Die vernetzten Besucherzähler für Großveranstaltungen, Parksensoren für die Zwönitzer Parkplätze, intelligente Geschwindigkeitstafeln, Hochwassersensoren oder auch Temperatur- und CO²-Sensoren – die Einsatzmöglichkeiten sind fast unbegrenzt und sollen in Zukunft auch in anderen Projekten der Smart City ihre Anwendung finden. Somit konnte letztendlich auch dieser Punkt auf der Anforderungsliste für den Bauernmarkt abgehakt werden.
Und so findet in Zwönitz der erste größere Markt in Zeiten von Corona statt. Die Zwönitzer Kirmes des Gewerbevereins wurde bereits abgesagt, da sie in diesem Jahr nicht wirtschaftlich umzusetzen war. Auch das in jedem Jahr sehr beliebte Oktoberfest der Brauerei kann nicht stattfinden. Und so dürfen sich die Zwönitzer bereits jetzt auf den Zwönitzer Bauernmarkt freuen, auch als eine Art Generalprobe für die Hutzentage. Denn der traditionelle Weihnachtsmarkt steht nach wie vor fest im Veranstaltungskalender der Stadt.
Damit letztendlich sowohl der Bauernmarkt als auch die Hutzentage ein Erfolg für alle Beteiligten werden, sind Sie - die Besucher - gefragt: Beachten Sie bitte die entsprechenden Hinweisschilder an und im Marktgelände, halten Sie sich an die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln und helfen Sie so den Mitarbeitern und den Markttreibenden für Sie einen tollen und erlebnisreichen Marktbesuch zu ermöglichen!